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ThemaUmweltgesetzbuch: Anzeigepflicht für Amateurfunkanlagen geplant44 Beträge
RubrikAfu + Recht
Infos:
  • Umweltgesetzbuch: Anzeigepflicht für private Funkanlagen geplant
  •  
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17619
    Datum24.12.2007 12:5213354 x gelesen
    Was kommt da auf uns zu?

    Umweltgesetzbuch: Anzeigepflicht für private Funkanlagen geplant


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorThomas DB1VT, Gerolstein17620
    Datum24.12.2007 13:4612805 x gelesen
    ein weiterer schritt der mir immer mehr das gefühl gibt das die uns funkamateure los werden wollen, genau so wie der hier :http://www.funkmagazin.de/18117.htm


    nur tote Fische schwimmen mit dem strom....
    antworten
     
    AutorGerhard DC4LO, Elmshorn17621
    Datum24.12.2007 23:5712629 x gelesen
    Hallo Jürgen,
    Geschrieben von Jürgen DL8MAWas kommt da auf uns zu?

    nichts, die BEMFV gibt es schon länger und es wird nur die Verordnung
    in ein Gesetz eingebracht. Dadurch können dann Bußgelder erhoben
    werden. Das trifft dann die Schwarzfunker, CB-Funker, möchte gern
    Rundfunkstationen, sowie Funkamateure und deren Störer bei Leistungen
    von > 10W EIRP. Aus diesem Grund sollte von den Funkamateuren ja eine
    Selbsterklärung eingereicht werden, wenn diese Werte überschritten werden.

    73 Gerhard


    antworten
     
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17622
    Datum25.12.2007 08:1612686 x gelesen
    hallo,

    richtig - eine Anzeigepflicht für Funkanlagen mit > 10W ERP haben wir ja schon. Neu dürfte aber das mit den vier Wochen vorher werden. Wenn der Entwurf dann auch mal so zu einem Gesetz wird.

    Das bedeutet dann das wir Funkamateure jede Änderung vier Wochen vorher (!) melden müssen.

    Wie war das noch mit dem Experimentalfunkcharakter des Amateurfunkdienstes?


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17624
    Datum25.12.2007 10:3712593 x gelesen
    Geschrieben von Jürgen DL8MA

    richtig - eine Anzeigepflicht für Funkanlagen mit > 10W ERP haben wir ja schon. Neu dürfte aber das mit den vier Wochen vorher werden. Wenn der Entwurf dann auch mal so zu einem Gesetz wird.

    Das bedeutet dann das wir Funkamateure jede Änderung vier Wochen vorher (!) melden müssen.

    Wie war das noch mit dem Experimentalfunkcharakter des Amateurfunkdienstes?



    Offenbar weisst Du zwar das es eine BEMFV gibt, aber nichts über deren Inhalt.


    73
    Peter


    antworten
     
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17625
    Datum25.12.2007 11:5512516 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Peter Voelpel DF3KVOffenbar weisst Du zwar das es eine BEMFV gibt, aber nichts über deren Inhalt.

    Den Inhalt der BEMFV kenn ich schon. Ich beziehe mich in meinem Posting auf diesen Unterschied:

    Anzeige ortsfester Amateurfunkanlagen (BEMFV)

    Der Betreiber einer ortsfesten Amateurfunkanlage mit einer äquivalenten isotropen Strahlungsleistung (EIRP) von 10 Watt und mehr hat diese vor der Inbetriebnahme der Bundesnetzagentur anzuzeigen. Hierbei ist die "Anleitung zur Durchführung der Anzeige ortsfester Amateurfunkanlagen nach § 9 der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV)" zu verwenden (Mitteilung Nr. 564/2002 im Amtsblatt der Reg TP Nr. 24 vom 18.12.2002).


    und hier mal der entsprechende Auszug aus dem Entwurf des Umweltgesetzbuch:

    Wer eine Hochfrequenzanlage oder niederfrequente Funkanlage mit einer äquivalenten
    isotropen Strahlungsleistung (EIRP) von 10 Watt und mehr privat,
    gewerblich oder im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmungen betreiben oder eine
    wesentliche Änderung einer dieser Anlagen oder ihres Betriebes herbeiführen will,
    die keiner integrierten Vorhabengenehmigung nach Kapitel 2 des Ersten Buches
    Umweltgesetzbuch bedarf, hat dies der zuständigen Behörde mindestens vier Wochen
    vor der Inbetriebnahme anzuzeigen.


    Das mit den vier Wochen vorher ist dann neu für uns. Bisher reicht es wenn wir die Selbsterklärung z.B. einen Tag vorher bei der BNetzA eingereichen.

    Besonders dieser Satz macht mich stutzig:

    oder eine wesentliche Änderung einer dieser Anlagen oder ihres Betriebes herbeiführen will

    Das würde, nach meinem Verständis, erfordern das z.B. der Austausch des Transceivers vier Wochen vorher gemeldet werden muss. Wenn ich den Sender austausche ist das meiner Ansicht nach eine "wesentliche Änderung".

    Zur Zeit ist es ja egal ob mit welchem Sender man arbeitet solange man unter den Leistungen die man in der Selbsterklärung angegeben hat bleibt.

    Viele OMs gestalten ihre Selbsterklärung, ob durch Rechnung oder Messung so das die höchstmögliche Senderleistung angegeben wird. Tatsächlich nutzen sie dies dann nicht unbedingt aus.

    Klar kann man später mal (vor Gericht) streiten was eine "wesentliche Änderung" im Sinne des Umweltgesetzbuch ist.


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorMichael/Mo DD9FJ, Bad Homburg, JO40HF17626
    Datum25.12.2007 12:2512557 x gelesen
    Immer mit der Ruhe ;-)

    @Peter: bitte erschrecke mich nicht so an den Feiertagen!
    Ich habe extra nochmal den Gesetzestext durchgelesen,
    und nix von 4 Wochen vorher gefunden. Uff...

    @all: es wird sich nicht viel ändern, wenn der Unfug mit
    den 4Wochen vorher weggestrichen wird. Darauf sollten wir
    hinarbeiten bzw. unseren "geliebten" DARC ansetzen.
    Wenn von vielen einzelnen OVs Hinweise in dieser Richtung
    nach Blunatal geschickt werden, wirds hoffentl. was..

    PS:
    Frohes Fest, awdh bis morgen (xmas Cont.)


    73 de Michael
    antworten
     
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17628
    Datum26.12.2007 09:2812530 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Michael/Mo DD9FJ@Peter: bitte erschrecke mich nicht so an den Feiertagen!
    Ich habe extra nochmal den Gesetzestext durchgelesen,
    und nix von 4 Wochen vorher gefunden. Uff...


    Im aktuellen Umweltgesetzt steht dazu noch nichts drin. Die Anzeigeplficht ist zur Zeit lediglich erst im Entwurf enthalten:

    => Entwurf: Umweltgesetzbuch (UGB) Viertes Buch (IV) - Nichtionisierende Strahlung -

    § 5 Anzeige
    (1) Wer eine Hochfrequenzanlage oder niederfrequente Funkanlage mit einer äquivalenten
    isotropen Strahlungsleistung (EIRP) von 10 Watt und mehr privat,
    gewerblich oder im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmungen betreiben oder eine
    wesentliche Änderung einer dieser Anlagen oder ihres Betriebes herbeiführen will,
    die keiner integrierten Vorhabengenehmigung nach Kapitel 2 des Ersten Buches
    Umweltgesetzbuch bedarf, hat dies der zuständigen Behörde mindestens vier Wochen
    vor der Inbetriebnahme anzuzeigen. Das Gleiche gilt für eine Hochfrequenzanlage
    oder niederfrequente Funkanlage mit einer EIRP von weniger als 10 Watt,
    die an einem Standort mit einer Gesamtstrahlungsleistung von 10 Watt EIRP oder
    mehr errichtet wurde, oder wenn durch die hinzukommende Anlage die Gesamtstrahlungsleistung
    von 10 Watt EIRP erreicht oder überschritten wird.


    Hintergrundinfos:

    Das Bundesumweltministerium (BMU) hat den Referentenentwurf für das Umweltgesetzbuch (UGB) fertig gestellt und den Ressorts zugeleitet. Der Entwurf ist innerhalb der Bundesregierung noch nicht abgestimmt. Im Zuge der laufenden Abstimmung zwischen den betroffenen Bundesministerien können sich bei den Regelungen noch Änderungen ergeben.

    Zum Regelungspaket UGB 2009, das aus sechs Büchern besteht, gehören ferner die Verordnung über Vorhaben nach dem Umweltgesetzbuch (Vorhaben-Verordnung) und die Verordnung über Umweltbeauftragte (Umweltbeauftragtenverordnung).

    In der nächsten Legislaturperiode sollen weitere Materien des Umweltrechts in das UGB aufgenommen werden.

    siehe auch: Referentenentwurf zum Umweltgesetzbuch (UGB 2009)


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorGünter DL7LA, Berlin17630
    Datum26.12.2007 11:4812551 x gelesen
    Hi, all,

    gut gemeint, aber völlig überreguliert. OK, wer nicht volljährig ist, darf nicht mehr ins Sonnenstudio (jetzt müsste man den Youngstern eigentlich noch verbieten, in die pralle Sonne zu gehen). Dass man dem medizinischen Personal erst mal alle Sachkunde abspricht, ist auch unschön. Bisher glaubte man auch, dass VDE mit Hochspannungsanlagen gut umgehen konnte. Wissenschaftliche Untersuchungen über den Eiinfluss elektromagnetischer Felder gabs schon 1985 bei den Berufsgenossenschaften in Köln. Röhren-PAs mit mehr als 1 kV an der Anode wird es bald nicht mehr geben...halt, da war doch noch was: In meiner Küche steht eine Mikrowelle, mehr als 10 W, mehr als 1 kV, muss meine xyl jetzt etwa....

    Das Problem bei solchen Generalklauseln ist immer, dass der Rest in Verordnungen geregelt werden soll, die noch nicht einmal ansatzweise bekannt sind. Speziell bei Par. 11 ff. kommen mir Bedenken, wie das eigentlich mit den Kosten aussehen kann, die auf uns Funkamateure qua Generalverdacht zukommen.

    73
    Günter DL7LA
    antworten
     
    AutorMike DO1MDE, Schwabmünchen17631
    Datum26.12.2007 16:1512462 x gelesen
    Hi Günter...

    Nun - jetzt ist es dann an der Zeit möglicherweise 14 Tage vor Inbetriebnahme der Mikrowelle alle Angaben über die eingestellte Leistung, Erhitzungszeit, Inhalt, Standort der Mikrowelle, Lebenslauf der YL als zuständiges Bedienungspersonal, unmittelbare Umgebung und der darin befindlichen Personen - und das alles schriftlich und mit Lageplan versehen (..natürlich mit eingezeichneter Mikrowelle!!!)......einzureichen...

    ...aber alles exakt angeben und keine Fehler machen - nicht daß Du die Inebtreibnahme abgelehnt bekommst oder Leistungseinschränkung auferlegt wird - was glaubst Du wie lange es dann dauert bis das Futter warm ist!!!

    Merke : Im "Mikrowellencontest" ist auch der zuerst satt der seine Angaben rechtzeitig und richtig gemacht hat!

    Mahlzeit!

    73 de Mike


    antworten
     
    AutorThomas DB1VT, Gerolstein17632
    Datum26.12.2007 16:2412480 x gelesen
    betrifft das nur meine mikrowelle oder auch meinen induktionsherd? ;-)

    mein ich das nur oder haltet ihr auch nix von dem blödsinn?


    nur tote Fische schwimmen mit dem strom....
    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17633
    Datum26.12.2007 20:1712471 x gelesen
    Hallo zusammen,

    So ein Schwachsinn kann und wird auch nicht kommen.
    Unsere Industrie hat einen dringenden Bedarf an qualifiziertem Elektronik- und Informatik-Nachwuchs.
    Viele davon kommen aus dem Bereich des experimentellen Amateurfunks.
    Das sind Leute, die sich als Jugendliche freiwillig mit Antennenbau, HF-Technik, Elektronik,
    Informatik usw beschäftigen.
    Wenn man sie durch unsinnige gesetzliche Rahmenbedingungen behindert, befördert man sich
    selbst aus dem Rennen im globalen Wettbewerb.

    Das muss doch der blindeste Referent oder Politiker in Berlin begreifen.
    Falls nein - wird ihnen (hoffentlich) der DARC und unsere Industrie den Marsch blasen.

    vy 73 mry xmas es hpy nw yr 2008 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorMichael/Mo DD9FJ, Bad Homburg, JO40HF17634
    Datum26.12.2007 22:1512469 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard DK9NWSo ein Schwachsinn kann und wird auch nicht kommen.
    Da wär ich mir nicht so sicher Bernhard..

    Wenn man sie durch unsinnige gesetzliche Rahmenbedingungen behindert, befördert man sich
    selbst aus dem Rennen im globalen Wettbewerb.

    Das hat RolliWolli schon mit ganz anderen gemacht, denk nur an die alten Kosmos-Chemiebaukästen, heute musst du bei Besitz (oder vermutetem Besitz) der Chemikalien die da drinne waren, mit nächtlichem Besuch rechnen :-O

    Hier wird's nicht anders laufen, mit Glück und Hartnäckigkeit ist es vielleicht möglich die 4Wochen vorher Regel zu kippen!
    Alles andere ist reines Wunschdenken, und wird nicht zum Ziel führen!

    Darum lasst uns hier ansetzen, lasst im Namen eures OV's einen "formlosen" Antrag gegen die 4Wochen Vorlaufzeit fordern.
    Soll heißen: "He DARC mach da was gegen."

    Alles andere ist Utopie und von vornherein zum scheitern verurteilt.


    73 de Michael
    antworten
     
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17635
    Datum27.12.2007 00:3612441 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Michael/Mo DD9FJSoll heißen: "He DARC mach da was gegen."

    Zumindest im Distrikt P ist die Problematik schon bekannt. Im Württemberg Rundspruch (WRS) für die 51. Kalenderwoche wurde schon über diesen Entwurf berichtet.


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17637
    Datum27.12.2007 10:4312401 x gelesen
    Hallo Michael,

    Da ich alle Kurzwellen QSOs im Portabelbetrieb mache kann ich die "4Wochen vorher Regel"
    überhaupt nicht anwenden oder will man dann den Portabelbetrieb auch verbieten?

    Irgendwie haben offensichtlich die Politiker in Berlin überhaupt noch nicht begriffen,
    welche Minderheit von qualifizierten Spezialisten in ihrer Freizeit an Techniken experimentieren,
    die dann in Zukunft millionenfach kopiert aus Asien wieder auf den deutschen Markt kommen.

    Ich möchte nur mal als Beispiel den GHz-Bereich nennen. Da drehen und fräsen Leute an
    hoch komplexen Bauteilen, die dann noch nicht einmal besonders modifiziert im WLAN oder

    Telemetriefunk in der Industrie auftauchen. Doch viele unserer Funkfreunde sind in die Jahre
    gekommen. Es fehlt an allen Ecken an qualifiziertem HF-Nachwuchs. Ein Amateurfunklizenz-
    Inhaber, der auch noch experimentelles HF-Fachwissen nachweisen kann, ist heiß begehrt.

    Aber man kann natürlich auch den technischen Nachwuchs nach Kräften durch unsinnige Gesetze
    behindern. Dann braucht man sich aber auch nicht zu wundern, daß sich kaum noch jemand
    für Funktechnik interessieren wird. Die Mathematik-PISA-Egebnisse sprechen jetzt schon eine deutliche Sprache.

    Da aber bekanntermaßen 10 Prozent unserer Landsleute 70 Prozent des Volksvermögens besitzen,
    stellen sie auch die Weichen. Dieses Vermögen muss verwaltet und vermehrt werden.
    Wir bauchen in Zukunft also Investment-Banker, Juristen und Militär, um dieses Vermögen zu
    vermehren und zu verteidigen. Aber wer braucht den wirklich diese Spinner von Amateurfunkern,
    die mit ihren großen Antennen den Ausblick in die Landschaft verschandeln? Deshalb denken sich
    unsere Referente in Berlin solche Gesetze mit der "4Wochen vorher Regel" aus. Soll doch das
    HF-Fachwissen ins Ausland abwandern. Wen juckt das schon?

    73 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorMichael/Mo DD9FJ, Bad Homburg, JO40HF17638
    Datum27.12.2007 11:1312450 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard DK9NW
    Da ich alle Kurzwellen QSOs im Portabelbetrieb mache kann ich die "4Wochen vorher Regel"
    überhaupt nicht anwenden oder will man dann den Portabelbetrieb auch verbieten?


    Deswegen schrieb ich ja, das die 4Wochenregelung unbedingt rausgenommen werden muß!

    Aber Bitte lasst uns nur dagegen vorgehen, und nicht pauschal alles ablehnen.
    Der Rest wird unabänderlich kommen, da steckt zu viel Potenzial gegen den
    bösen Elektrosmog bei der Allgemeinheit dahinter!

    Wer alles ablehnt wird nicht ernstgenommen und am Ende als Spinner abgetan,
    den man besser nicht beachtet!


    73 de Michael
    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17639
    Datum27.12.2007 14:2512456 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard DK9NWDa ich alle Kurzwellen QSOs im Portabelbetrieb mache kann ich die "4Wochen vorher Regel"
    überhaupt nicht anwenden oder will man dann den Portabelbetrieb auch verbieten?


    Die Selbsterklärung die Du dafür abgegeben hast bleibt doch gültig, wo ist Dein Problem?
    Du kannst auch für beliebig viele Standorte eine abgeben.

    73
    Peter


    antworten
     
    AutorThomas DB1VT, Gerolstein17640
    Datum27.12.2007 16:1712419 x gelesen
    da steht der blödsinn mit den 4 wochen vor inbetriebname drinn :Link

    naja, ich sende ja eh nur mit 5 watt ;-)


    nur tote Fische schwimmen mit dem strom....
    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17641
    Datum27.12.2007 17:2112435 x gelesen
    Geschrieben von Thomas DB1VTnaja, ich sende ja eh nur mit 5 watt ;-)

    Solange Du mit 5W in eine Dummyload sendest brauchst Du natürlich nichts anzeigen, aber ist es nur ein simpler Dipol liegst Du bereits erheblich über den 10W EIRP.

    73
    Peter


    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17642
    Datum27.12.2007 20:2412382 x gelesen
    Hallo zusammen,

    Soweit ich es aus dieser Verordnung erkennen kann, geht es hier ausschließlich um
    ortsfeste Anlagen. Mobil- oder Portabelbetrieb kommt darin gar nicht vor.

    Somit sind auch Funkanlagen in Fahrzeugen oder tragbare Funkanlagen mit Aggregat davon gar nicht betroffen.
    Es lebe das Vagabundentum :)

    Oder wir melden unser QTH bei der RegTP zu irgend einem Verwandten um und werden dauerprotabel :)

    Oder wir melden bei der RegTP einfach mal alle Antennen an, die man im Rothammel findet.
    Dann mit und ohne PA usw... Damit wir wieder voll flexibel sind.

    Oder wir müllen diese Behörde mit ständig neuen Änderungen an Antenne TRX und PA zu.
    Dann erledigt sich dieser Unsinn sowieso bald von alleine.

    vy 73 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17643
    Datum27.12.2007 21:2312484 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard DK9NW

    Soweit ich es aus dieser Verordnung erkennen kann, geht es hier ausschließlich um
    ortsfeste Anlagen. Mobil- oder Portabelbetrieb kommt darin gar nicht vor.

    Somit sind auch Funkanlagen in Fahrzeugen oder tragbare Funkanlagen mit Aggregat davon gar nicht betroffen.
    Es lebe das Vagabundentum :)

    Oder wir melden unser QTH bei der RegTP zu irgend einem Verwandten um und werden dauerprotabel :)

    Oder wir melden bei der RegTP einfach mal alle Antennen an, die man im Rothammel findet.
    Dann mit und ohne PA usw... Damit wir wieder voll flexibel sind.

    Oder wir müllen diese Behörde mit ständig neuen Änderungen an Antenne TRX und PA zu.
    Dann erledigt sich dieser Unsinn sowieso bald von alleine.


    Kannste machen, kostet ja eher Deine Zeit und Dein Porto.
    Dabei interessiert es absolut niemanden welchen TX oder welche PA Du benutzt.
    Kann es sein, dass Du Deine BEMFV noch nie erstellt hast?


    Im übrigen ist in der BEMFV definiert was eine ortsfeste Funkstelle ist.:

    § 2 Begriffsbestimmungen

    Im Sinne dieser Verordnung

    1.
    ist eine ortsfeste Funkanlage
    eine Funkanlage im Sinne des § 2 Nr. 3 des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen einschließlich Radaranlagen, die während ihres bestimmungsgemäßen Betriebes keine Ortsveränderung erfährt,

    2.
    ist eine ortsfeste Amateurfunkanlage
    eine ortsfeste Funkanlage im Sinne der Nummer 1, die gemäß § 2 Nr. 3 des Amateurfunkgesetzes vom 23. Juni 1997 (BGBl. I S. 1494), das zuletzt durch Artikel 48 des Gesetzes vom 10. November 2001 (BGBl. I S. 2992) geändert worden ist, betrieben wird,


    73
    Peter


    antworten
     
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17644
    Datum28.12.2007 09:4412341 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Peter Voelpel DF3KVDabei interessiert es absolut niemanden welchen TX oder welche PA Du benutzt.

    Bei der Selbsterklärung (BEMFV) hast du recht. Maximale Sendeleistung angeben und fertig. Mit welcher Leistung du dann im Korridor von 0,0001 Watt - max. angebener Leistung du dann arbeitest ist dann durch deine Selbsterklärung abgedeckt.

    Aus dem Entwurf des Umweltgesetzbuch:

    Wer eine Hochfrequenzanlage oder niederfrequente Funkanlage mit einer äquivalenten isotropen Strahlungsleistung (EIRP) von 10 Watt und mehr privat, gewerblich oder im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmungen betreiben oder eine wesentliche Änderung einer dieser Anlagen oder ihres Betriebes herbeiführen will, die keiner integrierten Vorhabengenehmigung nach Kapitel 2 des Ersten Buches Umweltgesetzbuch bedarf, hat dies der zuständigen Behörde mindestens vier Wochen vor der Inbetriebnahme anzuzeigen.

    Die grosse Preisfrage ist doch wie "eine wesentliche Änderung" dann nach dem Umweltgesetzbuch definiert wird.

    Das kann vermutlich noch keiner sagen :-( Ich glaube das den Verfasser dieses Entwurfes im Umweltministerium der Experimentalcharakter des Amateurfunkdienstes (noch) nicht klar ist.

    Bei kommerziellen Anlagen ist das mit den vier Wochen und den "wesentlichen Änderungen" kein allzugrosses Thema. Die werden aufgebaut und ohne Änderung längere Zeit betrieben.

    Aber beim Amateurfunkdienst sind "wesentliche Änderungen" ein Teil der Tätigkeiten.

    Das alleine der Wechsel der Betriebsart (z.B. von FM auf SSB bzw. CW) eine "wesentliche Änderung" ist kann man schon aus den unterschiedlichen Schutzabständen die von der Betriebsart abhängig sind sehen.


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17645
    Datum28.12.2007 09:4812345 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Bernhard DK9NWOder wir müllen diese Behörde mit ständig neuen Änderungen an Antenne TRX und PA zu.
    Dann erledigt sich dieser Unsinn sowieso bald von alleine


    Auch eine Möglichkeit wenn der Unsinn mal so wie Entwurf umgesetzt wird.

    Ich gehe davon aus das eine "Anzeige des Betriebes bzw. einer Änderung der Funkanlage" sicherlich per eMail oder per Fax erfolgen kann.

    Mein Aufwand dann solche Änderungen anzuzeigen hält sich in Grenzen. Ein Script mit dem man aus einer kleinen Datenbank solchen Änderungsmeldungen mehr oder weniger regelmässen dem zuständigen Amt zumailen kann ist schnell geschrieben ;-)

    Was meint Ihr wie oft ich dann meine Anlage "umbauen" werde ...

    Es wäre nicht das erste Mal das ein Gesetz oder eine Vorschrift später mal wegen Überlastung der Ämter entsprechend korrigiert wird.


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17646
    Datum28.12.2007 09:5612342 x gelesen
    Hallo Peter,

    Geschrieben von Peter Voelpel DF3KVKann es sein, dass Du Deine BEMFV noch nie erstellt hast?
    Diesen Kram habe ich vor einiger Zeit mit Hilfe des Programms Watts32 Version 3.30.8 erstellt.
    Alle Formblätter ausgefüllt. 2m und 70cm Antennen damit ausgerechnet. Lageplan, Antennenmast
    Skizze Hausdach und Sicherheitsabstände eingetragen fertig. Es kam noch eine Rückfrage aus
    Eschborn und das wars dann.

    Kurzwelle kann ich hier mitten in der Stadt schlecht betreiben.
    Deshalb ausschließlich portabel und mobil und das ist nun mal keine orstfeste Funkanlage.

    Und wenn ich in meiner Datscha funke, ist auch dies auch Portabelbetrieb.
    Die Antennen sind Drahtantennen: Loops, Dipole, Deltas usw... aber alles nicht fest installiert
    und aus Sicherheitsgründen (Einbruchgefahr) befindet sich dort keine ortsfeste Funkanlage.

    vy 73 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorKarsten Koch DL8LBK, Kaltenkirchen17647
    Datum28.12.2007 12:2512457 x gelesen
    Geschrieben von ---dk9nw--- Und wenn ich in meiner Datscha funke, ist auch dies auch Portabelbetrieb.

    Ja, aber ortsfest und damit anzeigepflichtig, weil während des bestimmungsgemäßen Betriebs keine Ortsveränderung vorgenommen wird. Als Standort (bezgl. ortsfest) gilt Dein Grundstück. Selbst wenn Du mit Deinem Auto während des Betriebs auf dem Hof im Kreis fährst, ist das ortsfester und damit anzeigepflichtiger Betrieb!

    Sonst könnte man ja sagen, daß die Antennendrähte im Wind schwanken und somit auch nicht ortsfest sind.

    Also Leute, wir sollten aufpassen, wie wir uns hier in der Öffentlichkeit verkaufen und froh sein, daß wir mit der Selbsterklärung Sonderrechte genießen. Die Alternative ist eindeutig eine Standortbescheinigung, und ob die in 4 Wochen ausgestellt ist, darf bezweifelt werden. Von den Kosten ganz abgesehen.

    Daß für die halbwegs praktikable Ausübung unseres Funkdienstes die Selbsterklärung erhalten bleiben muß ist unbestritten und ich bin sicher, wenn wir kompetent nach außen zeigen, daß wir unsere Verantwortung ernst nehmen, werden wir dieses Sonderrecht auch im UGB eingeräumt bekommen.


    73
    Karsten
    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17648
    Datum28.12.2007 13:3812478 x gelesen
    Hallo Karsten,

    ...Und wenn ich in meiner Datscha funke, ist auch dies auch Portabelbetrieb....
    Ja, aber ortsfest und damit anzeigepflichtig, weil während des bestimmungsgemäßen Betriebs keine Ortsveränderung vorgenommen wird. Als Standort (bezgl. ortsfest) gilt Dein Grundstück. Selbst wenn Du mit Deinem Auto während des Betriebs auf dem Hof im Kreis fährst, ist das ortsfester und damit anzeigepflichtiger Betrieb!


    Das sehe ich in beiden Punkten völlig anders. Erstens ist diese Datscha nicht auf meinem Grundstück.
    Das nur nebenbei. Zum zweiten ist der Betrieb nicht ortsfest im Sinne des Gesetzes. Das Funkgerät wird
    dort (portabel) hingetragen. Dann die Antenne temporär errichtet. Welche Antenne überhaupt zum
    Einsatz kommt, entscheiden die gerade vorherschenden Ausbreitungsbedingungen. Das ist für mich
    echter Portabelbetrieb.

    Zum Zweiten Punkt: Wenn du mit deinem Auto im Hof im Kreis fährst bist du mobil.
    Da kannst du fahren wohin und wie lange du willst.

    Selbst wenn du stehen bleibst, bist du immer noch mobil. Das Thema hatten wir in einem
    anderen Tread schon mal ausdiskutiert.

    Noch eine andere portable Spielart. Auf einem Industriegebäude mit Flachdach befindet sich
    ein Holzmast. Den nutze ich von Zeit zu Zeit und hänge daran meine Drahtantenne.
    Dann setzte ich mich auf die Terrasse und betreibe mein Funkgerät auf einem Campingtisch.

    Nächstes Beispiel:
    Auf einem Berg in der Nähe befindet sich ein wunderbarer 40m hoher Aussichtsturm aus Holz.
    Dort kann ich sogar eine 160m Delta-Loop anhängen. Unten ist ein Cafe und für etwas Trinkgeld
    gibt es noch Strom. Natürlich ist das für mich Portabelbetrieb.

    Ich denke, wie müssen keinen voreilenden Gehorsam exerzieren. Portabelbetrieb ist noch lange nicht anzeigepflichtig, nur weil während des bestimmungsgemäßen Betriebs keine Ortsveränderung vorgenommen wird. Ein Contestbetrieb im Zelt hat zum Beispiel 24h lang Betrieb und keine Ortsveränderung. Dabei ist er die ganze Zeit portabel.

    vy 73 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorKarsten Koch DL8LBK, Kaltenkirchen17649
    Datum28.12.2007 14:3212386 x gelesen
    Hallo Bernhard,

    der DARC sieht es weitgehend auch so wie Du:
    http://service.darc.de/technik/emvu/pdf/fieldday-bemfv.pdf

    empfiehlt aber gleichzeitig alles für den Fall der Fälle vorbereitet zu haben. Und wo ist der Unterschied? Eine Kopie, ein Briefumschlag und eine Briefmarke!

    Außerdem wird er nicht Müde zu schreiben, daß es seiner Ansicht nach so sei. Welche Ansicht im Zweifel die Behörde vertritt steht auf einem anderen Blatt. Unsere Definition für Portabelbetrieb deckt sich jedenfalls nicht mit "nicht ortsfester" Betrieb gem. BEMFV.

    In jedem Fall mußt Du die Sicherheitsabstände für Deine Station kennen und die Einhaltung der Grenzwerte nachweisen können. Es sei denn, Du bewegst Dich während des Funkbetriebs mit Deiner Station, also mit einem WalkieTalkie oder im Fahrzeug.


    73
    Karsten
    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17650
    Datum28.12.2007 19:2112310 x gelesen
    Geschrieben von Jürgen DL8MADas alleine der Wechsel der Betriebsart (z.B. von FM auf SSB bzw. CW) eine "wesentliche Änderung" ist kann man schon aus den unterschiedlichen Schutzabständen die von der Betriebsart abhängig sind sehen.

    Tut mir leid Jürgen, Du hast das mit der BEMFV wohl bis heute offenbar noch nicht begriffen

    73
    Peter


    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17651
    Datum28.12.2007 19:2712337 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard DK9NWUnd wenn ich in meiner Datscha funke, ist auch dies auch Portabelbetrieb.
    Die Antennen sind Drahtantennen: Loops, Dipole, Deltas usw... aber alles nicht fest installiert
    und aus Sicherheitsgründen (Einbruchgefahr) befindet sich dort keine ortsfeste Funkanlage.


    Auch der Portabelbetrieb ist eine ortsfeste Funkanlage, da während des Betriebs keine Ortsveränderung erfolgt.
    Ob Du zum Betrieb das Gerät erst mitbringst oder dann erst die Antennen aufbaust spielt dabei keine Rolle,


    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17652
    Datum28.12.2007 19:2912299 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard DK9NWDas sehe ich in beiden Punkten völlig anders

    Wie Du das auslegst spielt keine Rolle


    antworten
     
    AutorJürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT17653
    Datum28.12.2007 22:3712305 x gelesen
    hallo,

    Geschrieben von Peter Voelpel DF3KVTut mir leid Jürgen, Du hast das mit der BEMFV wohl bis heute offenbar noch nicht begriffen

    mein Statement zu dem Wechsel der Betriebsart als "wesentliche" Änderung bezieht sich nicht auf BEMFV sondern auf den Entwurf des Umweltgesetzes.

    Bei der Selbsterklärung gibt es den Begriff der "wesentlichen Änderung" gar nicht.


    73 de Jürgen, DL8MA

    Webmaster www.amateurfunk.de
    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17654
    Datum28.12.2007 23:1912310 x gelesen
    Geschrieben von Jürgen DL8MAmein Statement zu dem Wechsel der Betriebsart als "wesentliche" Änderung bezieht sich nicht auf BEMFV sondern auf den Entwurf des Umweltgesetzes.

    Und meine Antwort bezog sich auf Deine Aussage zum Wechsel der Betriebsart

    73
    Peter


    antworten
     
    AutorBernhard DL7BAC, Berlin17655
    Datum29.12.2007 23:1312377 x gelesen
    Richtig Karsten,

    man sollte diese Diskussion schnellstens beenden. Mir kommt es hier vor wie eine Gruppe
    Exibithionisten, wo jeder als erster seinen Mantel öffnen will.
    Wenn die Bundesnetzagentur hier mitliest, wird sie sich schon ihr Urteil über das Wissen der Funkamateure über die BEMFV machen und jetzt auch wissen warum erst ca. 16000 Funkamateuere eine Selbsterklärung abgegeben haben.

    73 und einen guten Rutsch ins neue Jahr, Bernhard


    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17656
    Datum30.12.2007 19:3212253 x gelesen
    Hallo Bernhard,

    zum Thema:
    Wenn die Bundesnetzagentur hier mitliest, wird sie sich schon ihr Urteil über das Wissen der Funkamateure über die BEMFV machen und jetzt auch wissen warum erst ca. 16000 Funkamateuere eine Selbsterklärung abgegeben haben.


    Das ist doch ein alter Hut. Zitat aus einem OV-Rundschreiben aus dem Jahre 2003:
    Nach Auskunft des Distriktsvorsitzenden liegt die Zahl der in DL eingereichten Selbsterklärungen bei der
    RegTP weit unterhab der hochgerechneten Anzahl der aktiven Funkamateure. Da der Protzentsatz der QRP
    Stationen leider nicht die Lücke in der Statistik füllt, muss davon ausgegangen werden, dass eine nicht
    geringe Zahl von Funkamateuren die Selbsterklärung noch nicht eingereicht haben.


    Wenn 16000 von ca 40000 Funkamateuren die BEMFV abgegeben haben, dann ist das doch erstaunlich viel.
    Meiner Erfahrung nach sind mindestens 60 Prozent der Lizenzen überhaupt keine aktiven Funker.
    Ein großer Anteil hat nur eine FM-Gerät im Auto oder ein Handfunkgerät. Viele basteln, aber machen keinen Sendebetrieb.

    Eines ist aber sicher. Die meisten machen die BEMVF genau so gerne wie ihre Steuererklärung
    und sind froh, wenn sie den Papierkram hinter sich haben. Glücklicherweise gibt es Programme
    wie WATTS, die der Aufwand erträglich halten. Funkamateure sind Techniker und keine Bürokraten.

    vy 73 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17657
    Datum30.12.2007 20:2112230 x gelesen
    Hallo Bernhard,

    Korrigiere die vorher genannte Zahl: Es sind mehr als 40000 deutsche Calls vergeben worden.
    Habe gerade die PDF-Datei: Rufzeichenliste der Amateurfunkstellen überflogen
    875 Seiten mit ca 80 bis 85 Einträgen pro Seite. Also rund 78300 vergebene Call.
    (Davon sind 47.226 DARC-Mitglieder, also rund 60 %)
    Wenn es davon 16000 BEMFV Funkstellen geben soll, liegt dies doch im normalen Bereich.

    vy 73 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorBernhard DL7BAC, Berlin17658
    Datum30.12.2007 22:0312287 x gelesen
    Hallo Bernhard,

    auch wenn das ein alter Hut ist (2003) wird dadurch das Ansehen der Funkamateure nicht besser, eher im Gegenteil.

    Du schriebst:

    Wenn 16000 von ca 40000 Funkamateuren die BEMFV abgegeben haben, dann ist das doch erstaunlich viel.
    Meiner Erfahrung nach sind mindestens 60 Prozent der Lizenzen überhaupt keine aktiven Funker.
    Ein großer Anteil hat nur eine FM-Gerät im Auto oder ein Handfunkgerät. Viele basteln, aber machen keinen Sendebetrieb.

    Eines ist aber sicher. Die meisten machen die BEMVF genau so gerne wie ihre Steuererklärung
    und sind froh, wenn sie den Papierkram hinter sich haben. Glücklicherweise gibt es Programme
    wie WATTS, die der Aufwand erträglich halten. Funkamateure sind Techniker und keine Bürokraten.

    vy 73 de dk9nw Bernhard


    das mit den 40000 Funkamateuren habe ich nicht verstanden. Wenn du bei dieser Zahl schon die 60% inaktiver Funkamateure abgezogen hast, dann haben wir über 100000 Funkamateure in Deutschland. Wenn du aber die 60% nicht abgezogen hast, liegst du ebenfalls falsch. Anfang 2007 waren in Deutschland 80800 Rufzeichen vergeben.
    ca. 40000 Funkamateure sind Mitglied im DARC, wenn du die meintest kommt es hin aber Anzeigepflichtig sind alle Funkamateure und da sind 16000 abgegebene Selbsterklärungen doch etwas dünn.
    Wenn ich Gespräche auf den Bändern höre komme ich zu dem Schluß, dass viele Funkamateure mit der Abgabe der Selbsterklärung schlicht und einfach überfordert sind und das wirft kein gutes Licht auf die "hochqualifizierten Experimentalfunker".

    vy 73 Bernhard


    antworten
     
    AutorBernhard DL7BAC, Berlin17659
    Datum30.12.2007 22:0712293 x gelesen
    Entschuldige bitte aber ich habe deine Mail beantwortet über mein E-Mailpostfach und konnte daher nicht wissen, dass du die Zahl schon korregiert hast.

    nochmals 3 und einen guten Rutsch, bernhard


    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17660
    Datum30.12.2007 23:4512297 x gelesen
    Hallo Bernhard,

    Kein Problem. Irgendwie hatte ich die DARC Zahlen mit der Gesamtanzahl durcheinandergebracht.

    Wenn ich mir die Zahl von rund 78000 Funkamateuren gegen die rund 82 Mio Einwohner
    Deutschlands halte, dann haben wir auf circa 1050 Bürger einen Funkamateur.

    16000 Funkamateuren die BEMFV abgegeben haben zu 78000 Calls ist rund ein Fünftel.

    In meiner Stadt mit ca 100000 Einwohneran dürfte es also ca 90 bis 100 Funkamateure geben.
    Aktiv senden davon aber bestimmt nicht mehr als 20. Also weniger als ein Zehntel.


    Wenn ich Gespräche auf den Bändern höre komme ich zu dem Schluß, dass viele Funkamateure mit der Abgabe der Selbsterklärung schlicht und einfach überfordert sind und das wirft kein gutes Licht auf die "hochqualifizierten Experimentalfunker".

    Dann hörst du vermulich eines der vielen 2m oder 70cm Relais. Dort ist die Standardausstattung ein FM-Portabel- oder Mobilfunkgerät und ein Rundstrahler.
    Was willst du da groß erwarten. Die Leute unterhalten sich über die Klangqualität des Empfangssignals und das Design ihres Funkgeräts, das Wetter und dies und das.

    Natürlich sind viele davon mit der Abgabe der Selbsterklärung überfordert. Aber da brennt
    doch auch nichts an, wenn wir mal ehrlich sind. 10,20 oder 50 Watt an ein rundstrahlendes
    Antennchen auf dem Dach.

    Die experimentellen Funkamateure sind eine kleine Gruppe innerhalb der gesamten Anzahl
    von Lizenzinhabern. Vielleicht 10- bis 20000, aber die haben es in sich.

    Leute, die sich mit digitaler- und analoger HF und NF-Signalverarbeitung auskennen.
    Antennen konzipieren, die Messtechnik und elektronische Schaltungen beherrschen.
    Es sind Spezialisten in ihrem Gebiet und betreiben dies in ihrer Freizeit.

    Es gibt Entwicklungen im HF-Bereich und in der Frontend-Digitalisierung des
    Antennensignals, die man vermutlich in naher Zukunft als Abklatsch in jedem
    Rundfunkempfänger eingebaut finden wird. Daran arbeiten experimentelle Funkamateure.
    Nur ein Beispiel von vielen.

    Und da kommt eine Behörde und braucht ein BEMVF. Da kann ich doch nur müde lächeln.
    Diejenigen, die eine vernünftige Station und Antenne haben, kennen schon aus eigenem
    Interesse deren Abstahlung und Sicherheitsabstände. Wie schon gesagt : Programme
    wie MMANA-GAL,EZNEC, WATTS32 usw sind hilfreich und man sollte die Berechnungen
    auch bei Portabel- und Mobilbetrieb bei Bedarf vorliegen haben.

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß von den vielen per BEMVF genannten Antennen einige
    schon gar nicht mehr existieren. Denen hat der letzte Sturm und der Zahn der Zeit den
    Garaus gemacht. Und wenn die RegTP da wirklich Handlungsbedarf sehen würde, hätte
    sie sicher gehandelt. Mein Eindruck bei Telefonaten mit der RegTP ist eher, daß dort mit
    der BEMVF nur Papier verwaltet wird. Der Gesetzgeber hat es gefordert und nun muß es halt
    irgendwie abgewickelt werden.

    Ich hoffe nur, daß der Gesetzgeber diesen Unsinn mit der "4 Wochen vorher Regel"
    nicht einführt. Das darfst wirklich du keinem nicht-deutschsprachigen-OM am Band erzählen.
    Dem fällt das Mikrofon aus der Hand und es wäre doch schade, wenn das QSO so unrühmlich
    zu Ende gehen würde.

    vy 73 und einen guten Rutsch ins Jahr 2008 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorPeter Voelpel DF3KV, Auetal17661
    Datum31.12.2007 00:2712338 x gelesen
    Geschrieben von Bernhard DK9NW

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß von den vielen per BEMVF genannten Antennen einige
    schon gar nicht mehr existieren.


    Da hast Du sicher Recht.
    In der BEMFV wird nämlich nicht eine Antenne genannt

    73
    Peter


    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17662
    Datum31.12.2007 12:1012384 x gelesen
    Hallo Peter,

    Nun sei doch mal nicht so kleinlich. Wir wissen doch alle was gemeint ist.
    Ist doch kein Juristentreff hier.

    Begriffserklärung BEMFV

    Im Gegensatz zu allen anderen Betreibern von Funkanlagen brauchen jedoch die Funkamateure auf der Grundlage des § 7 Abs. 3 AFuG die Einhaltung von Personenschutz- und Herzschrittmachergrenzwerte im Regelfall nicht durch eine kostenpflichtige RegTP-Standortbescheinigung nachzuweisen.

    Sie können die Grenzwerteinhaltung selber gegenüber der Regulierungsbehörde erklären / anzeigen


    Also wir reden hier über die Erstellung der EMV-Selbsterklärung im Rahmen der BEMV vom 28.8.2002
    bezugnehmend auf die Verordnung über elektromagnetische Felder – 26. BImSchV, ergänzt durch
    den Entwurf DIN VDE 0848-3- 1/A1 die ihren Niederschlag im erleichterten Verfahren für
    Funkamateure findet. Uff. Ich hoffe, dies ist nun halbwegs juristisch korrekt .

    Und nun zur EMV-Selbsterklärung im Rahmen der BEMV
    Erstellung der Selbsterklärung

    Diese sollte enthalten:
    1) Stationsblockschaltbild
    2) Lageplan des kontrollierbaren Bereichs in definiertem Maßstab
    3) Lageplan der Antennen im kontrollierbaren Bereich und deren Geometrie
    4) Simulation aller Antennen, die nicht im Standardverzeichnis von Watt32 aufgelistet sind
    5) Eingabe aller Daten in Watt32
    6) Berechnung der Antennenspeiseleistung
    7) Berechnung der Nahfeldstärke
    8) Vergleich der errechneten Werte für die HSM-Feldstärke
    9) Ausdruck der Formulare für die Anzeige.
    10) Ausdruck der Nahfeldstärken für die Dokumentation.

    Wie aus Punkt 3 ersichtlich sind sehr wohl die Antennen per Lageplan anzugeben.

    Ich bin allerdings kein Jurist, habe mich an dieses Verfahren gehalten und bin froh,
    den Papierkram hinter mich gebracht zu haben. Da ich in Kürze als Verantwortlicher
    einer Clubstation nach einem größeren Umbau den ganzen Vorgang wieder durchexerzieren
    muß, kannst mir ja sicher sagen, wie man es besser machen kann.

    vy 73 es hpy nw yr 2008 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
    AutorDIETRICH DO5WD, LEIPZIG17663
    Datum31.12.2007 12:3212360 x gelesen
    Hallo!
    Geschrieben von Bernhard DK9NW :
    In meiner Stadt mit ca. 100000 Einwohnern dürfte es also ca. 90 bis 100 Funkamateure geben.
    Aktiv senden davon aber bestimmt nicht mehr als 20. Also weniger als ein Zehntel.
    ..... Was willst Du da groß erwarten.


    Was soll man denn von Dir erwarten, bei Deinen Rechenkünsten ?


    73 es HNY Dietrich


    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17664
    Datum31.12.2007 14:5812328 x gelesen
    Hallo Dietrich,

    Korrektur:
    ....90 bis 100 Funkamateure geben.
    Aktiv senden davon aber bestimmt nicht mehr als 20. Also weniger als ein Fünftel

    Geschrieben von DIETRICH DO5WDWas soll man denn von Dir erwarten, bei Deinen Rechenkünsten ?

    ..und was soll man von dir erwarten, bei deiner Unfreundlichkeit

    73 dk9nw


    antworten
     
    AutorDIETRICH DO5WD, LEIPZIG17665
    Datum01.01.2008 11:4712272 x gelesen
    Guten Morgen Bernhard und alle Anderen und gesundes 2008,

    ich wollte nicht unfreundlich sein, entschuldige.
    Bei den geistigen Ergüssen, die hier meistens vom Stapel gelassen werden,
    konnte ich mich nicht zurückhalten, Dir diesen (völlig belanglosen) Patzer
    unter die Nase zu reiben. Ich bin nur anderen zuvor gekommen.

    Also nichts für Ungut

    Dietrich


    antworten
     
    AutorBernhard DK9NW, Offenbach17666
    Datum01.01.2008 13:1212359 x gelesen
    Hallo Dietrich,

    Ist schon ok. Alles klar. Dir und allen Mitlesern ein gutes neues Jahr.

    Bei den geistigen Ergüssen, die hier meistens vom Stapel gelassen werden
    Ich werde mich etwas zurückhalten. Erst mal muss ich mich ohnehin einigen anstehenden
    Umbau- und Antennen-Projekten widmen.

    vy 73 de dk9nw Bernhard


    antworten
     
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    24.12.2007 12:52 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
    24.12.2007 13:46 Thomas DB1VT, Gerolstein
    24.12.2007 23:57 Gerhard DC4LO, Elmshorn
    25.12.2007 08:16 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
    25.12.2007 10:37 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    25.12.2007 11:55 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
    25.12.2007 12:25 Michael/Mo DD9FJ, Bad Homburg, JO40HF
    26.12.2007 09:28 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
    26.12.2007 11:48 Günter DL7LA, Berlin
    26.12.2007 16:15 Mike DO1MDE, Schwabmünchen
    26.12.2007 16:24 Thomas DB1VT, Gerolstein
    26.12.2007 20:17 Bernhard DK9NW, Offenbach
    26.12.2007 22:15 Michael/Mo DD9FJ, Bad Homburg, JO40HF
    27.12.2007 00:36 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
    27.12.2007 10:43 Bernhard DK9NW, Offenbach
    27.12.2007 11:13 Michael/Mo DD9FJ, Bad Homburg, JO40HF
    27.12.2007 14:25 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    27.12.2007 16:17 Thomas DB1VT, Gerolstein
    27.12.2007 17:21 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    27.12.2007 20:24 Bernhard DK9NW, Offenbach
    27.12.2007 21:23 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    28.12.2007 09:44 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
    28.12.2007 19:21 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    28.12.2007 22:37 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
    28.12.2007 23:19 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    28.12.2007 09:56 Bernhard DK9NW, Offenbach
    28.12.2007 12:25 Karsten Koch DL8LBK, Kaltenkirchen
    28.12.2007 13:38 Bernhard DK9NW, Offenbach
    28.12.2007 14:32 Karsten Koch DL8LBK, Kaltenkirchen
    28.12.2007 19:29 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    29.12.2007 23:13 Bernhard DL7BAC, Berlin
    30.12.2007 19:32 Bernhard DK9NW, Offenbach
    30.12.2007 20:21 Bernhard DK9NW, Offenbach
    30.12.2007 22:03 Bernhard DL7BAC, Berlin
    30.12.2007 22:07 Bernhard DL7BAC, Berlin
    30.12.2007 23:45 Bernhard DK9NW, Offenbach
    31.12.2007 00:27 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    31.12.2007 12:10 Bernhard DK9NW, Offenbach
    31.12.2007 12:32 DIETRICH DO5WD, LEIPZIG
    31.12.2007 14:58 Bernhard DK9NW, Offenbach
    01.01.2008 11:47 DIETRICH DO5WD, LEIPZIG
    01.01.2008 13:12 Bernhard DK9NW, Offenbach
    28.12.2007 19:27 Peter Voelpel DF3KV, Auetal
    28.12.2007 09:48 Jürgen DL8MA, Weinstadt, JN48QT
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