|
10.09.2006
Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum Fellbach
Seit über 20 Jahren sammeln Werner Baller und Hans Bühler vom DRK
Ortsverein Fellbach Funksprechgeräte, Funkmeldeempfänger und
Fernmeldegeräte, die beim Roten Kreuz im Einsatz waren. Von den ersten
Geräten aus den 50-ziger Jahren bis hin zu den noch heute verwendeten
Funksprechgeräten und Funkmeldeempfängern konnte mittlerweile eine
Sammlung von über 650 Einzelgeräten zusammengetragen werden. Es handelt
sich hierbei um die gleichen UKW-Funksprechgeräte, die bei den anderen
Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wie Polizei,
Feuerwehr, Rettungsdienst, THW usw. Verwendung fanden.
Der
Gedanke zu einem Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum wurde von den
beiden nach einer Ausstellung der vorhandenen Gerätesammlung im
Rathaussaal der Stadt Fellbach, anlässlich des 75-jährigen Bestehens
des DRK-Ortsvereins Fellbach (2000), gefasst. Dort konnte erstmals die
fast vollständige Gerätereihe der Funkanlagen von 1952 bis heute
gezeigt werden. Die Präsentation stieß insbesondere beim fach- und
sachkundigen Publikum auf große Anerkennung.
Das Rotkreuz
Funk- und Fernmeldemuseum Fellbach mit seinen zwei Ausstellungsräumen
und einem großen Eingangsbereich wurden von Werner Baller und Hans
Bühler in fünfjähriger Bau- und Einrichtungszeit gestaltet. Im ersten
Ausstellungsraum sind alle Geräte und deren technischen Entwicklung
vom Röhrenfunksprechgerät über die Transistorentechnik bis hin zu den
Geräten mit integrierten Schaltkreisen chronologisch aufgebaut.
Darunter die ersten röhrenbestückten Funksprechgeräte der
Sicherheitsbehörden, wie zum Beispiel das Tornisterfunksprechgerät FuG
1 (1952) oder das Handsprechfunkgerät FuG 6 (1955). Auf
Informationstafeln wird über die Einführung des Sprechfunks für den
Unfallrettungsdienst und Krankentransport beim Roten Kreuz im Jahr 1957
und deren weitere Entwicklung informiert.
Im zweiten
Ausstellungsraum befinden sich Gerätereihen von tragbaren
Funksprechgeräten und Fahrzeugfunkanlagen. Teile der ehemaligen
Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Rems-Murr mit Dokumentationsanlage,
Schreibtelefon und Fernschreiber sind ebenso aufgebaut, wie die
Nachbildung der Funkanlage für den DRK-Krankentransport im Kreis
Waiblingen um 1960. Weitere Schwerpunkte sind die
Funk-Relaisstellentechnik und die Funkalarmierung, die praktisch
demonstriert werden können. Die Gerätschaften der DRK- eigenen
Fernmeldezügen mit den dazugehörigen Fernsprechvermittlungen können
ebenso besichtigt werden, wie die erste Hausnotrufzentrale mit
dazugehörenden Notrufgeräten des DRK Kreisverbandes Rems-Murr e.V.
An
14 Schautafeln im Eingangsbereich ist eine kleine Chronologie der
Entwicklung des UKW-Sprechfunks von 1940 bis 2000 anhand von Bildern
und Schriften zu sehen. Diese Schautafeln wurden von uns für die
Ausstellung im Rathaussaal angefertigt und ins Museum übernommen.
Funkantennen für Feststationen und Relaisfunkstellen sind ebenfalls zu
sehen.
Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Einführung des
Digitalen Sprechfunks für die Sicherheitsbehörden dürfte dieses Museum
eine Dokumentation über die dann „alte analoge Funktechnik“ beim Roten
Kreuz und den anderen Diensten darstellen.
Informationen über das Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum:
Anfragen zu Führungen und Öffnungszeiten: Info@funkmuseum-Fellbach.drk.de
Telefon: DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V. 07151 / 2002-0
Anschrift: Rotkreuz-Zentrum Fellbach, Ringstr. 7, 70736 Fellbach. (Zugang über den Hof)
dl8ma
|
Sie haben interessante Texte, Bauanleitungen, Berichte usw. rund um den Amateurfunk, die hier noch nicht veröffentlicht wurden ?? Schreiben Sie eine e Mail an : do6lfx@amateurfunk.de Bitte als Betreff: "Afu-Magazin" angeben. Danke.
|
|
|