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10.09.2006
Amateurfunk für Neueinsteiger
Dieses Dokument wurde für Kinder und Jugendliche verfasst die sich über das Thema Amateurfunk informieren wollen.
Amateurfunk. Was ist das ? - Infos für Neueinsteiger.
Amateurfunk: Ein Hobby das niemals langweilig wird.
So da bin ich nun ( Oliver DO6LFX ) um über den Amateurfunk zu berichten. Um dich auf dieses Thema einzustimmen werde ich dir kurz meine Geschichte schreiben wie ich zum Amateurfunk gekommen bin. Ich war ein ganz junger Bursche von ca 12 Jahren als ich das erste mal in Berlin auf einem Flohmarkt ein mir total unbekanntes Gerät gesehen habe. Ich fragte den Verkäufer was das nun sei, und er antwortete das es ein CB Funkgerät ist. Nun gut dachte ich mir und fragte ihn was kann man damit tun ?? Er meinte das man damit so ähnlich wie beim telefonieren auch, mit anderen Menschen funken kann ! Funken ? fragte ich was ist das ? Er antwortete das ich damit kostenlos mit anderen Menschen sprechen kann.Wow das wollte ich natürlich sofort tun. Also was kostet dieses Funkgerät ? Er nannte mit einen Preis den ich niemals hätte bezahlen können. Zudem Sprach er auch davon das ich für solch ein Funkgerät eine Antenne benötige. Die Antenne interessierte mich nicht. Ich wollte solch ein Funkgerät haben. Also tat ich das was nötig war. Ich sprach alle meine Verwandten darauf an das ich dringend so ein CB Funkgerät benötige. Meine Oma hatte ich letztendlich soweit weichgekocht das sie bereit war mir ein preiswertes Funkgerät zu kaufen. Wir gingen zum Versandhaus Quelle und dort standen dann verschiedene Funkgeräte. Ich bekam mein erstes Funkgerät. Ein Handfunkgerät. Das konnte man in der Hand halten und es hatte 3 Kanäle. Zu Hause, ich wohnte im 6 OG hatte ich dann meine ersten QSOs und es dauerte keine Stunde schon hatte ich einen Freund in meiner Altersklasse gefunden mit dem ich dann täglich funkte. Von da an war ich wie verzaubert. Ich kaufte und verkaufte in den nächsten Jahren auf dem Flohmarkt immer wieder andere Funkgeräte. Auch lernte ich vieles über Antennen.
Irgendwann hörte ich dann auch mal etwas über den Amateurfunk. Ich hörte es soll sehr schwer sein eine Amateurfunklizenz zu machen, doch dem ist heutzutage nicht mehr so.Besonders die Klasse E ist geeignet für Einsteiger. Ich habe selbst einige meiner Freunde zum Amateurfunk gebracht. Im Grunde genommen kann man den Fragen und Antworten Katalog der Bundesnetzagentur in 2 Wochen auswendig lernen und dann zur Prüfung gehen. Ich habe die Erfahrung gemacht das jene Funkamateure sich dann jedoch nicht wirklich mit dem Thema identifizieren. Doch das ist ganz wichtig. Amateurfunk ist kein leichtes Hobby. Du lernst ständig etwas dazu. Ob nun im Sinne der Völkerverständigung oder im Sinne der Technik. Es soll jeder selbst entscheiden warum er den Amateurfunk betreiben will. Ich versichere dir jedoch das Amateurfunk niemals langweilig werden wird, sofern du dich tief in die Materie begibst. Doch bedenke. Du mußt schon einige Dinge lernen. Ob nun im Lehrgang mit anderen Amateurfunk Interessierten oder im Selbststudium. Wie heißt es so schön: Ich kann dir den Weg zeigen, Gehen mußt du ihn selbst ! Du wirst jedoch recht schnell bemerken das Funkamateure dir gerne dabei behilflich sind, das du die Prüfung auch schaffst. Da bin ich mir sicher.
Lass uns jetzt zum eigentlichen Inhalt dieser Dokumentation kommen.
Die Definition von HAM Spirit :
die Tugend der Funkamateure, sich auch international dem Geiste der Weltoffenheit, Technikbegeisterung, Toleranz, Menschlichkeit und selbstlosen Hilfsbereitschaft zu widmen. Ziel und Zweck der Funkamateure ist die Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Völkerverständigung, sowie die Unterstützung der Behörden beim Aufbau von Nachrichtenverbindungen in Katastrophenfällen, und zwar ungeachtet gesellschaftlicher Unterschiede, der Hautfarbe, Sprache oder der politischen Gesinnung des Gesprächspartners. Es werden keine politische, militärische oder kommerzielle Zwecke beim Amateurfunkdienst verfolgt.
Was ist Amateurfunk ??
Vieleicht hast du schon den CB Funk, PMR Funk , Freenet Funk oder ähnliches kennengelernt. All diese Funkdienste sind geeignet um in die Welt der Funkdienste einzusteigen. Diese Funkdienste kann jedermann auch ohne Amateurfunklizenz betreiben. Doch mit Amateurfunk kannst du noch viel mehr Dinge tun.....
Du kannst :
Funkbetrieb auf Kurzwelle machen um weltweit zu funken. Betrieb über sehr viele verschiedene Antennensysteme machen. Funkbetrieb über Satelliten machen. deinen PC an das Funkgerät anschließen um mit anderen zu schreiben ( ähnlich Chat ) Fotos oder TV Sendungen über deine Funkwelle an andere übertragen. erforschen wie sich verschiedene Frequenzen über die Erdbodenwelle oder über die Ionosphäre verbreiten. erforschen wie die Sonne auf die Funkwellenausbreitung einwirkt. als Funkamateur ( legal ) deine selbst gebauten Funkgeräte und Antennen in Betrieb nehmen. mit einem kleinen Handfunkgerät über hoch gelegene Repeater ( Relais ) 50 und mehr Kilometer überbrücken. QSL Karten ( Funkverbindungsbestätigungskarten ) mit anderen austauschen und Diplome sammeln. in den DARC.ev eintreten um andere Funkamateure uvm kennenzulernen. an einer Fuchsjagd teilnehmen um somit versteckte Amateurfunksender anzupeilen. Wenn dich die Morsetelegrafie interessiert dann wirst du auch hier viele andere Funkamateure auf den Bändern kennenlernen. Vieleicht ist dein Interesse auch den Mond oder Auroraerscheinungen ( Polarlicht ) als Reflektor für deine Funkwelle zu nehmen. Viele weitere Dinge sind im Amateurfunk möglich die du jetzt noch nicht kennst.
Du kannst immer davon ausgehen das man dir bei deinen vielen Fragen die sich ergeben werden, helfen wird. Das ist Bestandteil von HAM Spirit, einem Ehrenkodex an dem sich die meisten Funkamateure halten.
Wenn ich dein Interesse für den Amateurfunk geweckt habe dann möchte ich dir jetzt gleich ein paar Tip für den Einstieg geben.
Oftmal wissen frisch gebackene Funkamateure gar nicht was sie ihrem QSO Partner mitteilen sollen, und auch ich war damals in der gleichen Situation. Bei meinen ersten QSOs wußte ich einfach nicht was ich sagen soll. Meine persönliche Lösung war damals dann einfach immer wieder Dinge zu erfragen. Was für eine Antenne hast du. Wie hoch wohnst du usw. Das ist ein gutes Mittel um sich einzugewöhnen.Was auch sehr wichtig ist, ist das man sich vernünftig verhällt. Es gibt nichts schlimmeres als Träger eines unbeliebten Rufzeichens in der Amateurfunkgemeinde zu leben. Gegenüber anderen Funkdiensten ist Amateurfunk schon disziplinierter und dennoch kannst du ganz locker mit anderen über allweltliche Themen sprechen. Es muss also nicht immer ein technisches Gespräch werden. Angst davor die Prüfung nicht zu schaffen ist völlig unbegründet. Meine Freunde und ich, wir haben sie alle beim ersten mal geschafft.
Wie bei vielen anderen Hobbys auch, so gibt es für den Amateurfunk auch einen Verein. Das ist der DARC.ev Dort kannst du dich anmelden und 6 Monate lang kostenlos Mitglied werden. ( Zuvor deine Eltern fragen ) Du kannst dich für einen Ortsverband deiner Wahl entschließen. Der Ortsverband ist ein Ort ( Haus, Restaurant, Clubhaus etc ) in dem sich Funkamateure treffen um miteinandern zu sprechen, zu funken, uvm. Auch in der Nähe deines Wohnortes gibt es sicherlich einen OV. Wie du siehst kann es ganz schnell gehen und man lernt neue nette Menschen kennen.
Auch bietet der DARC.ev , Lehrgänge zur Erlangung der Amateurfunklizenz an. Ich habe mir damals ein Buch gekauft um im Selbststudium zu lernen.
Frequenzen:
Der (zb) CB Funk bietet dir folgende Frequenzen auf denen du senden darfst: 26.975 MHz bis 27.405MHz
Dem Gegenüber bietet der Amateurfunk dir folgende Frequenzen
Eine riesige Spielwiese auf der du legal Funkbetrieb machen kannst.
Nun folgen die Links zu wichtigen Amateurfunkseiten.
1. DARC.ev ( Der Verein von dem ich schrieb )
www.darc.de
2. DARC.ev ( Liste der Ortsverbände in deiner Nähe )
www.darc.de/aktuell/data/ov.shtml
3. Auf dieser Homepage kannst du online eine Püfung machen uvm
www.amateurfunkpruefung.de
4. Das Wiki dieser Homepage mit vielen neuen Worten rund um den Amateurfunk.
( HIER KLICKEN )
5. Das Buch das ich für mein Selbststudium zur Lizenzklasse E verwendet habe.
( HIER KLICKEN )
6. Eine Software die aktuelle Fragen aus dem Fragen und Antworten Katalog abfragt.
( HIER KLICKEN )
Aber Achtung : Ab Februar 2007 wird die Prüfung für die Lizenzklasse E schwerer. Du mußt dann noch einiges mehr lernen. Also lieber jetzt anfangen.....
Zum Abschluß bleibt mir noch dir viel Glück zu wünschen. Vielleicht trifft man sich ja mal auf einem der vielen Wege die Amateurfunk dir bietet. Für weitere Fragen stehe ich dir gerne unter der unten genannten e Mailadresse zur Verfügung. Ich fände es schön wenn du deine Prüfung machst. Und deshalb helfe ich dir dabei einen guten Weg zu gehen.
Amateurfunk macht Spass und ist eigentlich niemals langweilig.
Kurz noch ein schönes Foto von einem Shack aus Japan:

Dieses Dokument wird in den nächsten Wochen noch weiter bearbeitet. Ein Technikteil und News für Kinder und Jugendliche werden immer wieder mit eingestellt. Tips und Anregungen nehme ich gerne entgegen.
e Mails bitte an: do6lfx@amateurfunk.de
Du besitzt Skype ??? ( www.skype.com ) Mein Nick dort ist DO6LFX Connecte mich , und wir können via Skype miteinander schreiben oder Telefonieren.
73 de Oliver , DO6LFX
---- NEU --- Wir betreiben einen Chat auf dem du gerne deine Fragen an andere Funkamateure stellen kannst . http://amateurfunk.mainchat.de
NACHTRAG: Aufgrund der positiven Resonanz die ich für dieses Dokument erhalten habe gilt folgendes: Dieses Dokument darf ungekürzt und mit Quellenangabe kopiert und vervielfältigt werden. Verbesserungen dieses Dokumentes nehme ich gerne entgegen und werde sie veröffentlichen.
Von OM Marcus DL1MH kamen gerade folgende Ergänzungen für diesen Bereich. Ich bedanke mich bei Marcus für seine Mitarbeit.
Es gibt diverse Projekte für junge Funkamateure, hier einige internationale
Veranstaltungen:
Jamboree on the Air - JOTA ein seit 1958 jährlich jeweils am dritten
vollständigen Oktoberwochenende stattfindendes internationales Treffen der
Pfadfinder auf den Amateurfunkbändern, mit rund einer halben Millionen
Mädchen und Jungen (Jamboree = Treffen der Stämme)
http://www.scoutnet.de/jocom/
Kid's Day am ersten Sonntag im Januar und dritten Samstag im Juni (eine Idee
der American Radio League ARRL)
http://www.arrl.org/FandES/ead/kd-newtwist.html
Europatag der Schulstationen jeweils am 5. Mai, initiiert vom Arbeitskreis
Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule - AATiS e. V., findet seit
Mai 2001 statt.
http://www.aatis.de/Wettbewerbe/Europatag_der_Schulstationen/europatag_der_schulstationen.html
Young Helpers on the Air - YHOTA jeweils am zweiten Maiwochenende und am
letzten Samstag im September, ein internationales Treffen der Jugendgruppen
der Hilfsorganisationen und Schulsanitätsdiensten auf den Amateurfunkbändern,
seit Mai 2006.
http://www.young-helpers-on-the-air.de/
Dazu kommen noch viele weitere regionale und lokale Veranstaltungen, wie
Jugendfielddays, Ferienspassaktionen, Summits on the Air - SOTA Jugendpokal, Bastelaktionen, Jugendgruppen, ...
An Schulen und Hochschulen gibt es oftmals Clubstationen (Schulstationen) sowie
Projekte für Amateurfunksatelliten wie SuitSat oder Funkkontakte mit der Internationalen Raumstation ISS (Amateur
Radio on the International Space Station - ARISS)
Weitere Informationen über der internationalen Amateurfunkdienst findest du auch bei Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunk
Elektronik Experimentier Baukasten
für Ausbildungszwecke in den Ortsverbänden
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Sie haben interessante Texte, Bauanleitungen, Berichte usw. rund um den Amateurfunk, die hier noch nicht veröffentlicht wurden ?? Schreiben Sie eine e Mail an : do6lfx@amateurfunk.de Bitte als Betreff: "Afu-Magazin" angeben. Danke.
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