29.06.2015

Funken und Ideen sprühen bei 17 080 Besuchern

17 080 Bastler, Funker und Tüftler besuchten die Ham Radio und die Maker World 2015 – Treffpunkt für Funkamateure aus der ganzen Welt – Zweite Auflage des Bastel-Events inspiriert zum Selbermachen

Friedrichshafen – Kommunikation, Kreativität und Kontaktfreude erfüllten am Wochenende das Messegelände in Friedrichshafen. 17 080 Funkbegeisterte und Kreativ-Köpfe (2014: 17 100) besuchten Europas Leitmesse für Amateurfunk Ham Radio und das Tüftel-Event Maker World. „Ob Funkamateur oder Daniel Düsentrieb – die Messehallen waren voll mit interessiertem Publikum. Die Ham Radio feierte ihre 40. Auflage und hat wieder einmal Besucher aus der ganzen Welt an den Bodensee gelockt. Mit dem hohen Grad an Internationalität bei Ausstellern wie Besuchern bestätigt die Ham Radio ihre Position als Europas führende Amateurfunk-Ausstellung und wurde durch die Maker World um einen jungen und kreativen Aspekt ergänzt“, erklärt Messechef Klaus Wellmann. Auf dem Event rund ums Machen, Basteln und Tüfteln, ließen sich Funkamateure und Selbermacher inspirieren.

Von der Antenne übers Funkgerät bis hin zu technischem Zubehör – 197 Aussteller aus 38 Nationen boten einen umfassenden Überblick zum Thema Amateurfunk und präsentierten ihre Neuheiten. „Die Ham Radio hat einen hervorragenden Ruf in der Branche. Das ist ein Ansporn für uns, gemeinsam mit dem Deutschen Amateur-Radio Club (DARC) als Partner, das gute Konzept der internationalen Amateurfunk- Ausstellung fortzusetzen und immer weiter zu verbessern“, betont Projektleiterin Petra Rathgeber. Mit dem diesjährigen Messemotto „Amateurfunkkontakte ins All“ bewies die Messe, dass die Welt für den Funkverkehr noch lange nicht genug ist. „Die Ham Radio 2015 lief super. Sie hat absolut unseren Erwartungen entsprochen. Das Motto wurde gut an- und aufgenommen. Die Messe ist für uns Funkamateure nicht nur Marktplatz, sondern das persönliche Treffen ist hier auch sehr wichtig“, so Steffen Schöppe, Vorsitzender des DARC.

Die Gitarre aus der Zigarrenbox, die Drohne aus dem 3D-Drucker, die Kette aus einem Fahrradschlauch oder der Computer in Form eines Schlangenkopfes – 60 Aussteller zeigten was mit einer Prise Ideenreichtum, einer Messerspitze Kreativität und einem Teelöffel Umsetzungsdrang alles machbar ist. „Auf der Maker World war nicht nur Zuschauen sondern auch Mitmachen gefragt. Das Rahmenprogramm mit Workshops lud Groß und Klein dazu ein, sich selbst als Maker zu versuchen. Ein Highlight waren außerdem die Cosplayer, die sich wie Anime- oder Computerspielhelden verkleiden“, berichtet Petra Rathgeber. Partner der Veranstaltung ist der Franzis Verlag: „Wir sehen die Maker World als Familien-Event und hatten dieses Jahr mehr nicht-elektronische Aktivitäten im Programm, Mechanik stand im Vordergrund, wie zum Beispiel bei unserer Drechsel-Werkstatt. Auch die klassischen Maker-Themen wie Roboter oder 3D-Druck waren bei uns am Stand stark besucht. Der Unterhaltungswert eines Maker-Events ist sehr wichtig, hier präsentieren sich ‚Maker‘ den ‚Nicht-Makern‘ und laden zum Mitmachen ein. Die Szene mit ihren unterschiedlichen Themen ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen“ ist Markus Stäuble, Programmleiter Professional Series vom Franzis Verlag überzeugt.

Der ideelle Träger der Ham Radio hatte ebenso Grund zum Feiern: Der DARC blickt auf ein 65-jähriges Bestehen zurück und zieht eine positive Bilanz zum 66. Bodenseetreffen: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Rahmenprogramm, wie der Lehrerfortbildung, der Ham Rallye und den Vorträgen. Ein Highlight war der funkende Freeclimber Emil Konstadinov, der unterm Hallendach hing und nach unten gemorst hat“, bilanziert Steffen Schöppe. Sowohl das Vortragsprogramm, als auch das Ham- Jugendlager verzeichneten eine rege Teilnahme. Der Ham Flohmarkt mit mehr als 330 Ständen war einer der Anziehungspunkte auf der Messe. Auch die Aussteller zeigten sich glücklich mit dem Verlauf der Veranstaltung: „Wir sind sehr zufrieden mit unserem ersten Besuch auf der Ham Radio. Wir hatten hier auf der Messe eine optimale Location. Wir waren sehr beschäftigt, haben gute Kontakte geknüpft und auch viel verkauft. Es war eine schöne Messe. Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei“, berichtet Hayley Wells von Total Mast.

Das nächste Mal funkt die Ham Radio von 24. bis 26. Juni 2016 aus Friedrichshafen und die Maker World liefert vom 25. bis 26. Juni 2016  neue kreative Impulse.

Weitere Informationen gibt es unter www.maker-world.de und www.hamradio- friedrichshafen.de.


Steffen Schöppe, Vorsitzender DARC:
„Die Ham Radio 2015 lief super. Sie hat absolut unseren Erwartungen entsprochen. Das Motto wurde gut an- und aufgenommen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Rahmenprogramm, wie der Lehrerfortbildung, der Ham Rallye und den Vorträgen. Ein Highlight war der funkende Freeclimber Emil Konstadinov, der unterm Hallendach hing und nach unten gemorst hat. Die Messe ist für uns Funkamateure nicht nur Marktplatz, sondern das persönliche Treffen ist hier auch sehr wichtig. Mit der großen Landkarte im Foyer West wurde die Internationalität unserer Besucher nochmals bildlich dargestellt.“

Hayley Wells, Total Mast:
„Wir sind sehr zufrieden mit unserem ersten Besuch auf der Ham Radio. Wir hatten hier auf der Messe eine optimale Location. Wir waren sehr beschäftigt, haben gute Kontakte geknüpft und auch viel verkauft. Es war eine schöne Messe. Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei.“

Bruno Leitz, Vereinspräsident der Astronomischen Vereinigung Kreuzlingen, Betreiber des Planetariums in Kreuzlingen:
„Für uns eröffnete die Ham Radio ein völlig neues Publikum und bot uns eine gute Plattform zur Präsentation. Es gibt erstaunlich viele Berührungspunkte zwischen Funk und Astronomie. Unser erstmaliger Auftritt hier auf der Messe stand mit dem diesjährigen Motto des DARC ‚Amateurfunkkontakte ins All‘ in Verbindung. In unserem Planetarium-Simulationskino haben wir die Besucher zum Beispiel an Bord der ISS auf eine Reise um den Globus geschickt. Viele haben die Ruhe und Entspannung genossen und konnten hier kurz mal abschalten.“

Madeleine Giesenbrock, Leitung Vertrieb SSB:
„Die Messe lief dieses Jahr deutlich besser als 2014, wir sind sehr zufrieden und haben gut verkauft. Das Interesse an unseren neuen Produkten war sehr groß und wir bekamen ein positives Feedback von unseren Kunden. Das zeigt, wie wichtig es ist, uns hier zu präsentieren, denn die Ham Radio ist für uns die wichtigste Messe.“

Dieter Hamberger, Vertriebsleiter ICOM:
„Wir sind mit dem Messeverlauf 2015 zufrieden, der Besucherandrang war positiv, unsere Erwartungen wurden erfüllt.“

Volker Koch, Inhaber StarTec:
„Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Ham Radio die Leitmesse in diesem Sektor ist. Somit darf unser Unternehmen auf dieser Messe auch nicht fehlen. Als Hersteller von Werkzeugen und Lötstationen sehen wir uns als verbindendes Element und passen gut hierher. Die Internationalität ist nach wie vor sehr stark. Der Messeauftritt bedeutet für uns in erster Linie, Präsenz zu zeigen und in beratender Funktion vor Ort zu sein, er ist ein gutes Werbeinstrument. Ich wünsche mir, dass die Messe so bleibt wie sie ist, wichtig wäre jedoch, Nachwuchs zu generieren.“

Prof. Dr. Ing. Dirk Fischer, FH Münster:
„In erster Linie waren wir hier auf der Ham Radio, um Kontakte mit anderen Funkamateuren zu knüpfen und den Fachbereich Amateurfunk der Fachhochschule Münster zu präsentieren. Wir sind gerne hier auf der Messe und kommen gerne wieder. Die Ham Radio ist super und ich begrüße es sehr, dass nun die Maker World parallel stattfindet. Diese beiden Messen befruchten sich sehr. Die Nachwuchsproblematik im Funkbereich könnte durch die jungen Themen der Maker World positiv beeinflusst werden.“

Denis Nechitailov, Director Rig Expert:
„Ich habe die Messe hier sehr genossen. Unser Stand war gut gelegen, nahe am Eingang. Viele unserer Besucher kennen unsere Produkte bereits und kamen vor allem, um ‚Hallo‘ zu sagen und sich zu bedanken. Wir hatten viel zu tun und haben viele Produkte verkauft. Jetzt schmerzen die Beine.“

Jutta Kuhne, Firma Kuhne:
„Es lohnt sich auf jeden Fall, zur Ham Radio zu kommen. Die Kundennähe ist wichtig. Viele Besucher kommen und wollen sich unterhalten. So konnten wir hier Präsenz zeigen. Die Messe, vor allem das Ambiente, ist schön. Wir werden im nächsten Jahr wieder hier sein.“

Paul Bigwood, Technical Sales manager Yaesu:
„Die Messe ist gut gelaufen. Wir hatten freitags mehr Besucher als in den letzten Jahren. Yaesu ist seit vielen Jahren hier in Friedrichshafen vertreten. Weltweit gibt es drei große Amateurfunkmessen: in Tokyo, in Dayton und hier in Friedrichshafen für den europäischen Markt. Ein Repeater System, das wir letztes Jahr eingeführt und dieses Jahr noch verbessert haben, läuft besonders gut. Wir freuen uns auf nächstes Jahr.“

Dr. Markus Stäuble, Programmleiter Professional Series Franzis Verlag:
„Wir sehen die Maker World als Familien-Event und haben dieses Jahr mehr nicht- elektronische Aktivitäten im Programm, Mechanik stand im Vordergrund, wie zum Beispiel bei unserer Drechsel-Werkstatt, wo Kinder Salzstreuer drechseln und glücklich ihre Ergebnisse präsentieren konnten. Auch die klassischen Maker- Themen wie Roboter oder 3D-Druck waren bei uns am Stand stark besucht. Der Unterhaltungswert eines Maker-Events ist sehr wichtig, hier präsentieren sich ‚Maker‘ den ‚Nicht-Makern‘ und laden zum Mitmachen ein. Die Szene mit ihren unterschiedlichen Themen ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“

Hans-Günter Niesemann, Einkauf Reichelt Elektronik:
„Wir sind, wie auch im letzten Jahr, sehr zufrieden. Die Kombination von Makern und Funkamateuren passt gut zu uns, denn unsere Firma ist gewissermaßen mit dem Amateurfunk großgeworden. Gleichzeitig stehen wir auch für Innovation und präsentieren hier aktuelle Produkte passend zur Maker World. Vorbeilaufende Besucher interessieren sich vor allem für die 3D-Drucker und kommen um zu sehen, was sich dort bewegt.“

Julia Bauer, ALLNET GmbH Computersysteme:
„Die Messe ist für uns sehr gut gelaufen, wir sind mit den Besucherzahlen und mit dem Interesse der Besucher an unseren Produkten sehr zufrieden. Besonders beliebt waren unsere Spiele sowie die Elektronik-Sets.“

Patrick Betz, Organisator We-Mod-It Modding Masters, complex-mods.com:
„Die Maker World 2015 lief sehr gut. Wir haben das Gefühl, dass mehr Besucher da waren als im letzten Jahr. Die Rückmeldung vom Publikum war sehr positiv. Wir haben drei Live-Modder auf dem Stand gehabt und das kam sehr gut an. Eine Frau hat gefühlt den halben Tag zugeschaut. Wir sind zufrieden mit der Veranstaltung. Auch die Organisation von Messeseite hat sehr gut geklappt.“

Konrad Meyer, 2Print Beta:
„Das Tolle ist, dass sich hier Leute von der Ham Radio und von der Maker World vermischen – so bilden sich interessante Synergien. Uns als Technik-Dienstleister ging es hier gut, wir hatten viele interessierte Besucher am Stand. Ich habe ein gutes Gefühl, was die Maker World angeht. “
Daniel Tännler, The Chocolatist, Steampunker aus der Schweiz:
„Die Veranstaltung ist toll. Man trifft viele Gesichter, die man kennt und das Networking hier funktioniert genial. Die Besucher sind vom Thema Steampunk begeistert, vor allem vom Design, den Materialen und wie es gebaut wird. Allgemein liegt Retro, Vintage und Individualität ja im Trend und da passen meine Geräte gut dazu, die alle Einzelstücke sind. Bei mir am Stand kann man nichts kaufen, nur schauen, aber die Leute finden die Ausstellungstücke schön und sind sogar traurig, dass sie nichts mitnehmen können. Vor allem am Samstag war erstaunlich viel los. Insgesamt war die Maker World, wie wir Steampunker sagen, grandios.“

Karl Pusch, Elektronik Museum Tettnang:
„Die Maker World lief gigantisch. Wir löten die weltgrößte selbstgemachte Lampe aus LEDs und unsere Lötstationen waren immer mit acht bis zehn Leuten besetzt. Die Besucher zeigten sich sehr begeistert von dem Projekt. Löten ist das Zentrum jeder Elektrotechnik und das Gemeinschaftserlebis schweißt im wahrsten Sinne des Wortes zusammen. Wir sind begeistert von der Veranstaltung.“

Martina Unold, KLIK – Klimafreundlich konkret im Alltag:
„Wir wollen an unserem Stand in erster Linie die Message rüberbringen, dass man nicht alles wegwerfen muss, sondern vieles einfach wiederverwenden kann. Das Thema Upcycling kommt bei den Besuchern sehr gut an. Die Älteren kennen das noch von früher und freuen sich, dass es wieder salonfähig ist. Die Jüngeren sind erst etwas skeptisch, aber wenn sie dann bei einem Workshop Spaß haben und das Erfolgserlebnis, etwas Neues geschaffen zu haben, dann merkt man, dass auch die Jugend überzeugt ist. Die Maker World hier in Friedrichshafen ist eine tolle Veranstaltung, mit sehr interessierten Leuten und auch die Aussteller passen gut zusammen. Man kriegt viel Input. Wir sind begeistert vom Tüftel-Event und der Organisation von Messeseite aus. Wir kommen nächstes Jahr wieder.“