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01.02.2002
Sturmflut Hamburg: Quer-Verbindungen der Hilfskräfte nur über einen Funkamateur
Wie wichtig der Amateurfunk im Katastrophenfall ist, zeigt das Beispiel Hamburg-Wilhelmsburg. Wilhelmsburg wurde von der gleichen Sturmflut 1962 schwer getroffen. Der Stadtteil stand völlig unter Wasser und war von der Außenwelt abgeschnitten. In den Fluten kamen 315 Menschen ums Leben. Die vielen Einsatzkräfte unterstanden dem Katastropheneinsatzleiter Helmut Schmidt, dem späteren Bundeskanzler. Alle eingesetzten Hilfskräfte, wie das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, das Rote Kreuz, die Polizei, die Feuerwehren und die StromversorgungsgeseIlschaften waren mit Funkgeräten ausgerüstet und hatten ihren eigenen Frequenzbereich. Sie konnten mit Mitgliedern der eigenen Organisation gut kommunizieren. Aber wenn eine Querverbindung gebraucht wurde, sahen die zugewiesenen Frequenzen keine Möglichkeit vor. Um trotzdem schnell helfen zu können, wurde ein Funkamateur, Ewald Stadler, Dj2UE, mit einem Hubschrauber eingeflogen, im Gepäck ein KW-Transceiver, Stromversorgung und Antennen. Ähnlich verlief es bei der Schneekatastrophe in Schleswig Holstein von Dezember 1978 bis April 1979. Vor allem im Landesteil Angeln herrschten katastrophale Lebensbedingungen. Teilweise war man dort 14 Tage lang ohne Stromversorgung. Alle Hilfsorganisationen waren im Einsatz, nötige Funkverbindungen von einer zur anderen Einheit kamen nicht zustande. Erst als Funkamateure aus dem OV Süderbrarup, M15, mit UKW-Handfunkgeräten auf die einzelnen Einheiten verteilt wurden, klappten auch Querverbindungen. Hinweis der Redaktion Funkurteile: An der Hamburger Sturmflut waren mehrere Funkamateure mit Hilfsaufgaben betreut. Im oben genannten Bericht handelt es sich um die Tätigkeit eines einzelnen Funkamateurs.
Quelle: CQ DL 2/02
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