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01.06.2000
Rettungsaktion auf 20 m
In einer dramatischen Rettungsaktion konnte ein
13-jähriger Junge durch Funkamateure des 20-m-Maritime-Mobile-Netzes
gerettet werden. Er war von Piraten vor der honduranischen Küste
angeschossen worden. Willie van Tuijl war gerade mit seinem Vater Jacco
in einem Dingi, als nicaraguanische Seeräuber das wenige Meter entfernt
ankernde elterliche Segelboot enterten, in dem sich Willies Mutter
Jannie befand. Als sie entdeckten, dass sich der Familienvater mit
seinem Dingi dem Segelboot näherte, feuerten sie mit automatischen
Waffen, bis sie erkannten, dass sie ein Kind angeschossen hatten. Sie
nahmen schließlich nur das Dingi mit, ließen aber die Familie auf dem
Segelboot zurück. Via Amateurfunk rief der Vater, der das Rufzeichen
KH2TD hat, um Hilfe. Ein Arzt und Funkamateur half, das mit einem
Bauchschuss lebensgefährlich verletzte Kind so lange am Leben zu
halten, bis über die ebenfalls über Amateurfunk herbeigerufene
Küstenwache die weitere Versorgung des Jungen organisiert werden
konnte. ARRL-Präsident Jim Haynie, WSJBP, in einem ABC-Interview: "Ohne
Amateurfunk wäre dies die Geschichte eines Jungen, der in einem
honduranischen Krankenhaus starb! "
Die Rettung war mehrfach in den
nationalen Medien erwähnt worden und dürfte für einige Freizeit-Skipper
den Anstoß geben, sich für Amateurfunk an Bord zu entscheiden.
ARRL
Quelle: CQ DL 06/00
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