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15.01.2005

"Der Papst kommt" - Notfunkaktion in Hürth

256 Stunden Notfunkbetrieb, aufgeteilt in acht Schichten an acht Standorten, geleistet von 29 Funkamateuren sowie 32 Stunden durchgehende Besetzung der Feuerwehrleitstelle - so sieht die Bilanz des Ortsverbandes Hürth (G50) zum 20. Weltjugendtag vom 11. bis 21. August in Köln aus.
Schon in einer frühen Planungsphase der Veranstaltung zeichnete sich für die Hürther Feuerwehr eine enorme Aufgabe ab. Als Anliegergemeinde zum Marienfeld, dem Ort des Abschlussgottesdienstes mit geschätzten einer Million Teilnehmer, mussten nicht nur der Brandschutz, die Gefahrenabwehr und die Verkehrsregelung geplant werden. Unvorhersehbare Ereignisse konnten auch zu einer Überlastung der öffentlichen Kommunikationsnetze führen.
Der OV Hürth (G50) wurde schon früh in die Planung der Feuerwehr einbezogen. So nahm der stellvertretende OVV, Hans-Peter Prast, DL2KHP, regelmäßig an den Sitzungen des Planungsstabes teil. Ziel war es, auch bei Überlastung der öffentlichen Kommunikationsnetze im Notfall die Alarmierung der Feuerwehr zu gewährleisten. Dazu sollten über das Stadtgebiet verteilt Notrufmeldestellen eingerichtet und mit Funkamateuren besetzt werden. Man legte acht Standorte in den Stadtteilen fest, die im Einsatzzeitraum 32 Stunden besetzt werden sollten. Hans-Peter teilte diesen Zeitraum in acht Schichten zu jeweils vier Stunden ein. In einem Dienstplan auf der OV Webseite aktualisierte Andreas Steveaux, DFIADM, die Daten. Diese NotfunkAufgabe konnte der OV Hürth nicht allein bewältigen. So wurde u.a. in der CO DL, im Köln-AachenRundspruch und auf der Webseite des Distriktes für die Aktion geworben. Es meldeten sich 29 Funkamateure, darunter auch unser DV Helmut Arenz, DL3KAA. Neben den Hürther OMs freuten wir uns über Teilnehmer aus benachbarten OVs sowie aus der Nähe von Bingen und Recklinghausen.
Am Einsatztag meldeten sich die Aktiven zu Beginn ihrer Schicht beim „diensthabenden" Funkamateur in der Leitstelle zur Einweisung. Anschließend besetzten die Helfer mit ihren privaten PKWs die Einsatzorte. Als Notruffrequenz diente die „OV ORG" im 2-m-Band. Eine gestockte Vertikalantenne auf dem Schlauchturm der Feuerwache tat gute Dienste. Funkamateure besetzten die Hürther Taxizentrale. Jede Stunde rief der Funkamateur in der Leitstelle einen Lagebericht ab. Glücklicherweise ist kein Ereignis eingetreten, dass zum Zusammenbruch der öffentlichen Fernmeldenetze geführt hat. Trotzdem hatten die Funkamateure viel zu tun. Hauptsächlich ging es darum, die vielen Fragen der ortsunkundigen Besucher zu beantworten. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr hat gezeigt, wie groß der Nutzen des Amateurfunks für die Allgemeinheit ist. Der Dank des OV Hürth gilt allen Beteiligten, die teilweise eine weite Anreise auf sich genommen haben!

Günther Mester, DL3KAT

Quelle: CQ DL 10-2005 S. 674 - 675


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