12.03.2011

Japan: Infos zur Situation nach dem Erdbeben aus Sicht des Notfunks (II)

Japan-Info Nr.2; 12.3.2011

Von Greg, G0DUB, Notfunk-Koordinator IARU-Region 1:

Gerade erhalten von Region 3. Keine direkte externe Hilfe benötigt. “Ausgedehnte Schäden durch Erdbeben und Tsunami.

Es sind 24 Stunden vergangen nach dem schlimmsten Erdbeben nach 140 Jahren mit der Stärke 8,9 auf der Richterskala, das die Nordost Region Sendai getroffen hat und einen Tsunami ausgelöst hat.

Der JARL Sekretär Ken Yamamoto, JA1CJP, berichtet, das durch die Katastrophe offenbar mehr als 1.300 Menschen getötet oder vermisst wurden.

Die regionale JARL-Hauptquartier-Station JA7RL ist nun in den Notfunk eingebunden, um Rettungs- und Katastrophenhilfe zu koordinieren.

Ken, JA1CJP, sagte, sie nutzen 7 MHz SSB, 144 MHz SSB/FM und 430 MHz SSB/FM. Die Frequenz 7.043 kHz wird geleitet von JR3QHQ, dem Regionalleiter der JARL für Osaka. Er sammelt Informationen über Funk und stellt sie ins Internet.

Der Kanal 7.075 kHz wird von Zeit zu Zeit von JL3YSP in Wakayama genutzt, während 7.030 kHz, die JARL Notfunkfrequenz nach Bandplan, von JA7RL (Regionale HQ-Station) benutzt wird.

Japan hat 1,3 Mio Funkamateure und benötigt keine externe Notfunk-Hilfe, auch wenn sie freundlicherweise angeboten wurde.

Ken, JA1CJP sagte, dass die gegenwärtige Unterstützung grundsätzlich absolut freiwillig ist. Es ist keine organisierte Notkommunikation eingerichtet.

Das Fernsehen bringt herzzerreißende Berichte über das Erdbeben und den Tsunami, der Küstenstädte am gesamten Pazifik weggefegt hat.
Das Ereignis am Freitag Nachmittag,das [Wochenend-]Reisepläne zerstört hat, war das schlimmste seit 140 Jahren.

Mitten im Geschehen war IARU Region 3 Chairman Michael Owen, VK3KI, der zuvor an einer IARU-Konferenz teilgenommen hatte. Er ist sicher und wohlauf und hoffentlich auf dem Heimflug.

Übersetzung von Mike, DJ9OZ