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28.08.2005
Einsatz österreichischer Funkamateure im Hochwassergebiet
Auch in Deutschland ist schnelle Hilfeleistung möglich
Während der Hochwasserkatastrophe am Alpenrand unterstützen
österreichische Funkamateure die Einsatzkräfte. In weiten Teilen
Vorarlbergs ist aufgrund des Hochwassers die komplette
Kommunikations-Infrastruktur zusammengebrochen oder wurde beschädigt.
Unter dem Rufzeichen OE9XRK, der Amateurfunkstelle des österreichischen
Roten Kreuzes, und unter den Rufzeichen der in Voralberg ansässigen
Amateurfunkstationen läuft derzeit wichtiger Katastrophen-Funkverkehr.
„Auch ein deutscher Funkamateur, der sich im Bezirk Bregenz befindet,
unterstützt unter dem Rufzeichen OE/DL3TA den Funkverkehr“, teilte der
Präsident des Österreichischen Versuchssenderverbandes, Michael Zwingl,
Rufzeichen OE3MZC mit.
In der Region Vorarlberg stationierte Funkamateure, die mit Notstrom
auch netzunabhängig Funkverkehr abwickeln können, stellen ihre Anlagen
für wichtige Nachrichten zwischen Angehörigen und
Rettungsorganisationen zur Verfügung.
Weltweit funktioniert der Amateurfunk auch noch, wenn Katastrophen alle
kommerziellen Nachrichtenverbindungen lahmgelegt haben. Die
Notfunkaktion der österreichischen Funkamateure im Hochwassergebiet ist
ein aktuelles Beispiele für die Notwendigkeit eines solchen Netzwerkes.
Seit jeher sehen es Funkamateure als ihre Verpflichtung an, in
Notfällen ihre Privilegien und ihre Technik für das Allgemeinwohl zur
Nachrichtenübermittlung einzusetzen. Viele Mitglieder des Deutschen
Amateur-Radio-Club e. V. haben ihre Bereitschaft zur Mitwirkung in der
allgemeinen Gefahrenabwehr signalisiert.
Dies ist möglich bei der Sicherung oder dem Ersatz der überlasteten
oder ausgefallenen Nachrichtenverbindungen zu den Einsatzleitungen und
Krisenstäben der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
(BOS). Sogar als provisorische Notrufstellen in unseren Städten und
Gemeinden können Amateurfunkstellen ausgewiesen werden. Dass sie in der
Lage sind, effektiv zu helfen, haben Funkamateure bereits bei Einsätzen
oder auch bei Notfunkübungen gezeigt. Übungen werden vielerorts in
Deutschland gemeinsam mit den an der Gefahrenabwehr beteiligten
Organisationen und Dienststellen durchgeführt.
Informationen zum Notfunk-Konzept des Bundeslandes Hessen unter www.darc.de/f
Text einer Pressemiteilung des DARC vom 25.08.2005
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