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17.12.2007
Winlink bei Unwettern im pazifischen Nordwesten erfolgreich
Eine wesentliche Komponente in der Notfunk-Kommunikation während der Unwetter in Oregon und Washington war Winlink 2000,
ein Netzwerk-Tool, das Internet und Funkstrecken (HF und VHF)
verknüpft. Es ist auf den Austausch vn EMail-Nachrichten,
einschließlich Attachments, ausgerichtet und bietet den Nutzern das
übliche Email "Look-and-Feel". Das Winlink-Message-Format hält sich
strikt an das Internet-übliche (IETF RC 2821), daher ist die
Integration mit dem Internet problemlos.
Winlink unterstützt auf der Luftschnittstelle zur Zeit Packet Radio
(AX.25), PACTOR, D-Star, APRS, IEEE 802.11 (WiFi) und ähnliche
drahtlose TCP/IP-Übertragungsverfahren. Für Notfall-Anwendungen
besonders geeignet ist der TelPac-Klient,
der auch bereits auf PDAs implementiert wurde und daher zusammen mit
einem Hand-/Mobilfunkgerät mit eingebautem TNC eine sehr portable
Konnektivität erlaubt. Neben verschiedenen TNC wird auch die AGW Packet
Engine unterstützt. Netzseitig muss der TelPac Telnet Server laufen,
der die Kommunikation mit den Mailbox-Systemen übernimmt.
Während der vier Tage andauernden Notlage in Oregon (3.-7. Dezember
2007) wurde Winlink eingesetzt, um die Kommunikation zwischen den
Katastrophenschutz-Stäben auf Kreisebene (Office of Emergency Management, OEM) und dem zentralen Stab des Staates (State of Oregon Emergency Operations Center,
EOC) aufrecht zu erhalten. Allein zwischen Marion County OEM und EOC
wurden ungefähr 200 Nachrichten auf diesem Weg ausgetauscht; für
mehrere Kreise (Counties) war Winlink in den ersten zwei Tagen die
einzige Nachrichtenverbindung zur Staatsregierung.
Als besonderer Vorteil wurde hervorgehoben, dass Winlink als
hochredundantes Netzwerk von Knoten ausgelegt ist und nicht als
Punkt-zu-Punkt-Verbindung.
Winlink wurde bereits im Gefolge der Hurricanes Katrina und Rita
eingesetzt und ist bei einer ganzen Reihe von Katastrophenschutz- und
humanitären Hilfsorganisationen im Einsatz. Nähere Informationen bietet
die Winlink Website.
Quelle: ARRL
Dr.-Ing. Hermann Schumacher, DARC OV P14 und DRK Kreisverband Ulm - www.mydarc.de/df2dr
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