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18.01.2011
Schneller, früher, genauer: Bielefelder Forscher wollen Kommunikation im Katastrophenfall verbessern
Evakuierung der Überlebenden, Rettung der Verletzen, Bergung der Toten
- wenn ein Unglück geschieht, muss alles ganz schnell gehen. Eine
Gruppe am Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld hat sich
ein Jahr lang mit dem Thema Kommunikation im Katastrophenfall
beschäftigt.
"Brisbane: Die Flut in der australischen Metropole hat ihren Höchststand erreicht. 150.000 Haushalte waren ohne Strom."
Ohne
Strom, das hieß für die betroffenen Menschen in Australien auch ohne
die gewohnten Kommunikationsmittel zu sein. Fernsehen, Telefon und
Handy - sie alle sind auf die Stromversorgung angewiesen. Der Soziologe
und Katastrophenforscher Professor Wolf Dombrowsky:
"Bei
der Kommunikation ist es ein Problem, weil Mobiltelefone auf
Transmitter-Stationen angewiesen sind und wenn die ausfallen, nützt
auch das Notstromaggregat zu Hause nichts, mit dem man sein eigenes
Gerät betreiben kann. Aber sich dann zu überlegen, ob es alternative
Möglichkeiten gibt. Beispielsweise kommen mit einem Mal Amateurfunker
in eine große Rolle, die sonst immer nur so herumreden und sagen: "Wie
geht es Dir denn in Südamerika?" Und plötzlich ist das eine wichtige
Infrastruktur, die wichtige Ersatzleistungen vornehmen kann."
Denn
die Funkfrequenzen beim Amateurfunk funktionieren ohne
Transmitterstation. Und die Geräte selbst kommen auch mit Akkus aus -
zur Not reicht sogar eine Autobatterie. Das ist ein Beispiel für
Kommunikation in der Katastrophe. In Bielefeld befasst sich jetzt eine
ganze Forschungsgruppe mit dem Thema. "Communicating Disaster" heißt
sie und beschäftigt sich zum Beispiel auch damit, wie die Betroffenen
am besten informiert werden können. In Australien haben viele der
Menschen in den überfluteten Gebieten gar nicht gewusst, wie schlimm
die Katastrophe wirklich ist und wollten ihre Häuser deshalb nicht
verlassen. [ ... ]
vollständiger Artikel auf www.dradio.de
Audiobeitrag des Deutschlandfunks
Communicating Disaster ZiF: Forschungsgruppe 2010/2011
Call for Papers ‘Disasters – Mobility – Communications: Exploring the Links’
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