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15.07.2011

Hannover: kurzer regionaler Stromausfall zeigt wie empfindlich unsere Gesellschaft ist.

Am 13.07.2011 sind kurz  nach 22.30 Uhr in Hannover und in benachbarten Städten wie Langenhagen, Laatzen, Seelze und Garbsen die Lichter ausgegangen. Eine defekte Kupplungsstelle ins Hochspannungsnetz in der Nähe des Kraftwerks Mehrum hat die Versorgung im gesamten Netzgebiet der Stadtwerke Hannover zusammenbrechen lassen. „Die Übertragung ins überregionale Netz hat nicht funktioniert. Dadurch kam es zu Schwankungen und als Folge zum Kollaps“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Carlo Kallen. Auch in einem Kraftwerk in Stöcken ist Angaben der Stadtwerke zufolge ein Block ausgefallen. Der Stromausfall dauerte in einigen Stadtteilen eine Stunde und 21 Minuten.

Interessant sind die Auswirkungen dieses regional begrenzten kurzen Stromausfall. Dazu die Pressemitteilung der Feuerwehr:


Hannover: Stromausfall sorgt für hohes Einsatzaufkommen bei der Feuerwehr

Durch einen Stromausfall, der am gestrigen Abend das gesamte Stadtgebiet betraf, musste die Feuerwehr Hannover ein hohes Einsatzaufkommen bewältigen. 350 Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr, Berufsfeuerwehr und Rettungsdienst waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

In Folge eines Stromausfalls, der gegen 22.35 Uhr am Mittwochabend das gesamte Stadtgebiet der Landeshauptstadt Hannover betraf, hatte die Feuerwehr Hannover in der vergangenen Nacht ein hohes Einsatzaufkommen zu bewältigen. Unmittelbar nach dem flächendeckenden Ausfall, vom dem die Regionsleitstelle und die Feuer- und Rettungswachen aufgrund einer eigenen Notstromversorgung nicht betroffen waren, alarmierte die Leitstelle zusätzliche Leitstellendisponenten, dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr, den Stab Außergewöhnliche Ereignisse und die gesamte Freiwillige Feuerwehr Hannover, um die erwarteten Einsätze bewältigen zu können.

In der Zeit von 22.35 Uhr bis 2.00 Uhr gingen bei der Feuerwehr 785 Notrufe ein, die in 75 Fällen zu einem Einsatz führten. Ein Großteil der Einsätze entfiel auf ausgelöste Brandmeldeanlagen (45) und die Personenrettung aus festsitzenden Aufzügen (9). In acht Fällen musste die Feuerwehr in Betreuungseinrichtungen (Alten- und Pflegeheime) eine Notstromversorgung herstellen, um den Betrieb von Beatmungsgeräten sicherzustellen. Parallel zu den vielen kleineren Einsätzen, die durch den Stromausfall  zu bewältigen waren, wurde die Feuerwehr gegen 23.30 Uhr zu einem Feuer in der Medizinischen Hochschule gerufen. Aufgrund des Objektes wurden umgehend zahlreiche Kräfte in Richtung Groß Buchholz in Marsch gesetzt. Glücklicherweise konnten die ersteintreffenden Kräfte feststellen, dass der Brandrauch nur durch eine schmorende Leuchtstoffröhre verursacht wurde.

Parallel zur Abarbeitung der Einsätze wurde durch den Stab Außergewöhnliche Ereignisse und die Regionsleitstelle Kontakt zu den Betreibern von wichtigen Infrastrukturbetrieben (Stadtentwässerung, Rechenzentren, Kliniken) aufgenommen, um mögliche weitere notwendige Einsatzmaßnahmen vorzubereiten.

Nach einer eingehenden Abstimmung mit der Stadtwerke Hannover AG konnten die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr gegen 2.30 Uhr zurückgefahren werden, nachdem ein stabiler Netzzustand für die Nacht und die frühen Morgenstunden prognostiziert werden konnte. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es durch den Stromausfall zu keinen Personenschäden.
Die Feuerwehr Hannover war insgesamt mit etwa 350 Einsatzkräften im Einsatz.


Quelle: Pressemitteilung der Feuerwehr Hannover

und ergänzend der Bericht mit Infos zur Ursache in der Hannoversche Allgemeine:

Experten fahnden nach Ursache für Stromausfall in Hannover




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